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TER: Was diese Zahl über die Kostenstruktur eines Fonds aussagt

5 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

TER (Total Expense Ratio), auf Deutsch die Gesamtkostenquote, ist die jährliche prozentuale Gebühr, die ein Fonds aus seinem Vermögen für Verwaltung, Verwahrung und Betriebskosten entnimmt — und sie erscheint nie als abgezogene Position, da sie sich im Anteilspreis widerspiegelt.

Wie TER in der Praxis funktioniert

Ein Fonds mit einer TER von 0,2 % und einem Vermögen von 1.000 EUR entnimmt jährlich 2 EUR als Kosten. Diese werden nicht von Ihrem Konto abgezogen, sondern mindern die Rendite des Fonds um diesen Prozentsatz im Vergleich zur reinen Marktrendite. Steigt der Index um 8 %, erwirtschaftet der Fonds mit TER 0,2 % ungefähr 7,8 % (vereinfacht).

TER vs. OCF

Sie werden auch den Begriff OCF (Ongoing Charges Figure) begegnen — er bezeichnet dasselbe, ist nur ein anderer Name, der in der EU-Regulierung (KID-Dokumente) verwendet wird. In der Praxis sind TER und OCF austauschbar. OCF ist gelegentlich etwas niedriger, da es bestimmte einmalige Kosten nicht einschließt.

So finden Sie die TER: Bei jedem ETF finden Sie sie im KID (Key Information Document) oder auf der Website des Fondsanbieters. Der ETF-Vergleich bei Hřivna ETF zeigt die TER direkt neben jedem Fonds an.

Was TER nicht einschließt

TER erfasst nur die Kosten innerhalb des Fonds. Nicht erfasst werden:

Deshalb ist TER eine notwendige, aber nicht ausreichende Information. Das vollständige Kostenbild umfasst auch die Broker-Konditionen — siehe Artikel über die wahren Kosten des Investierens.

Was eine „gute" TER ist

Bei passiven ETFs auf Weltindizes (MSCI World, S&P 500) liegt die TER zwischen 0,07 % und 0,25 %. Aktiv verwaltete Fonds haben typischerweise eine TER von 1–2 %, manchmal mehr. Studien zeigen wiederholt, dass eine höhere TER nicht zu höheren Renditen führt — eher umgekehrt. Den passiven Ansatz mit niedriger TER beschreibt der Artikel aktives vs. passives Investieren.

Häufige Fragen

Was ist TER einfach erklärt?

Die jährliche Fondsgebühr in Prozent des Vermögens. Ein Fonds mit TER 0,2 % entnimmt jährlich 0,2 % seines Vermögens als Verwaltungskosten. Sie spiegelt sich im Anteilspreis wider — Sie sehen sie nicht als direkte Zahlung von Ihrem Konto.

Welche TER ist gut für ein ETF?

Bei passiven ETFs auf große Indizes (S&P 500, MSCI World) gelten 0,07–0,25 % als niedrig und standardmäßig. Fonds mit einer TER über 0,5 % für eine passive Strategie sind teuer. Aktive Fonds haben typischerweise eine TER von 1–2 %.

Was ist der Unterschied zwischen TER und OCF?

Praktisch nichts — es sind verschiedene Namen für dieselbe Kennzahl. OCF (Ongoing Charges Figure) ist die in EU-Regulierungsdokumenten (KID) verwendete Bezeichnung. TER ist der ältere, international weiter verbreitete Begriff. In der Praxis sind sie austauschbar.

Schließt TER auch Broker-Gebühren ein?

Nein. TER deckt nur Kosten innerhalb des Fonds ab — Verwaltung, Verwahrung, Prüfung. Broker-Gebühren für Handel, Spread und Währungsumrechnung sind separate Kosten, die von TER nicht erfasst werden.

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