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Gold im Portfolio: Wie viel und warum

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Gold im Portfolio ist eine Versicherung, kein Renditetreiber – es reduziert die Gesamtvolatilität dank seiner niedrigen Korrelation mit Aktien und Anleihen. Das bedeutet nicht, dass es immer steigt, wenn Aktien fallen; es bedeutet, dass es sich anders verhält als der Rest des Portfolios.

Warum überhaupt Gold beimischen?

Aktien und Anleihen neigen dazu, in Phasen von Inflationsschocks oder Währungsunsicherheit gleichzeitig zu fallen. Gold bewegte sich in solchen Phasen historisch in einem anderen Tempo. Das Ergebnis ist ein niedrigerer maximaler Drawdown des Gesamtportfolios, auch wenn die durchschnittliche Goldrendite hinter Aktien zurückbleibt.

Regel: Gold im Portfolio ersetzt weder Aktien noch Anleihen – es ergänzt sie als Diversifikator einer dritten Komponente.

Wie viel Prozent sind sinnvoll?

Akademische Modelle und die Praxis langfristiger Anleger konvergieren auf eine Bandbreite von 5–10 % des Gesamtvermögens. Unter 5 % ist der Effekt vernachlässigbar; über 10–15 % senkt Gold die langfristige Portfoliorendite bereits spürbar, da es keinen Cashflow erzeugt.

Wie Gold praktisch kaufen?

Für Privatanleger sind physisch besicherte ETCs (Exchange-Traded Commodities) an EUR-Börsen am zugänglichsten. Jedes Zertifikat ist durch physisches Gold beim Verwahrer gedeckt. Achten Sie auf UCITS-konforme Produkte mit niedrigen Jahresgebühren (TER unter 0,20 %) und Domizil in Irland oder Großbritannien. Physische Goldmünzen oder -barren sind eine Alternative, verursachen jedoch Versicherungskosten und eine komplexere Logistik.

Rebalancing der Goldallokation

Da sich Gold anders als Aktien bewegt, weicht seine Gewichtung mit der Zeit ab. Legen Sie eine Bandbreite fest – zum Beispiel ±3 Prozentpunkte um die Zielgewichtung – und rebalancieren Sie einmal jährlich oder bei einer größeren Abweichung. Beim Aufbau Ihres ersten Portfolios können Sie die Goldkomponente von Anfang an mit kleiner Gewichtung aufnehmen und später anpassen. Für Kontext zur Diversifikation über Anlageklassen hinweg siehe den Vergleich All World vs. S&P 500.

Häufige Fragen

Ist Gold ein notwendiger Bestandteil jedes Portfolios?

Nein. Für Anleger mit einem langen Horizont von über 20 Jahren und hoher Toleranz gegenüber Schwankungen ist Gold optional. Es fügt den größten Mehrwert für diejenigen hinzu, die den maximalen Drawdown in Krisenzeiten reduzieren möchten.

Wie kauft man Gold als ETF oder ETC?

Über einen klassischen Broker können Sie ein physisch besichertes ETC an der Börse kaufen. Achten Sie auf ein Produkt mit TER unter 0,20 % und physischer Besicherung. Es ist kein echtes ETF im eigentlichen Sinne, wird aber genauso gehandelt – in der normalen Handelssitzung wie eine Aktie.

Beeinflusst Gold im Portfolio die Steuern?

Der Verkauf eines ETCs oder physischen Goldes unterliegt in der Tschechischen Republik der Einkommensteuer. Es gilt eine Dreijahresfrist: Nach drei Jahren ab Kauf ist der Gewinn aus physischem Gold steuerfrei. Für ETCs (Wertpapiere) gilt dieselbe Frist. Überprüfen Sie die aktuelle Rechtslage stets mit einem Steuerberater – dies ist keine Steuerberatung.

Macht es Sinn, Goldmünzen vs. ETCs zu kaufen?

ETCs sind liquider und günstiger in der Verwaltung. Physische Münzen sind bei Anlegern beliebt, die ein greifbares Asset bevorzugen, aber sie verursachen Versicherungs- und Verwahrungskosten. Die Rendite (oder genauer gesagt deren Fehlen) ist in beiden Fällen gleich.

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