Riziko, krize a měny
Risiko einer Einzelaktie vs. eines Index: Warum Diversifikation nicht nur ein Ratschlag ist — sondern Mathematik
Das Wichtigste
- Das Risiko einer Einzelaktie setzt sich aus unsystematischen (unternehmensspezifischen) und systematischen (marktweiten) Komponenten zusammen.
- Unsystematisches Risiko verschwindet durch Diversifikation — 20–30 Aktien aus verschiedenen Sektoren genügen.
- Systematisches Risiko (ein Rückgang des gesamten Marktes) kann durch Diversifikation nicht eliminiert werden.
- Ein Index eliminiert unsystematisches Risiko automatisch, indem er Hunderte oder Tausende von Titeln hält.
- Das Hinzufügen einer weiteren Aktie hilft kaum — das Hinzufügen von hundert verändert alles.
Jede Einzelaktie trägt zwei Risikoschichten: unsystematisches (unternehmensspezifisches) und systematisches (marktweites) — und nur unsystematisches Risiko kann durch Diversifikation eliminiert werden.
Zwei Risikoschichten
Unsystematisches Risiko entsteht durch unternehmensspezifische Ereignisse: schlechte Ergebnisse, ein Rechtsstreit, der Abgang des CEO, ein Produktversagen. Dieses Risiko ist unabhängig vom Rest des Marktes — es kann ein Unternehmen treffen, während der Index steigt. Systematisches Risiko ist die Bewegung des gesamten Marktes — Rezession, ein Inflationsschock, Geopolitik. Es trifft alle Aktien gleichzeitig und kann durch Diversifikation nicht beseitigt werden.
Die Mathematik der Diversifikation
Forschungen (Statman, 1987, und andere) zeigen, dass ein Portfolio aus 20–30 Aktien aus verschiedenen Sektoren rund 90 % des unsystematischen Risikos eliminiert. Über 30–40 Positionen hinaus sind die Grenzerträge minimal. Ein Index mit 500 oder 1.600 Titeln trägt praktisch kein unsystematisches Risiko.
- 1 Aktie: volles unsystematisches Risiko, volles systematisches Risiko.
- 10 Aktien: unsystematisches Risiko um ~60 % reduziert.
- 30 Aktien aus verschiedenen Sektoren: unsystematisches Risiko nahezu eliminiert.
- Index-ETF (500+ Titel): unsystematisches Risiko praktisch null.
Praktische Auswirkungen für den Privatanleger
Wenn Sie fünf Technologieaktien besitzen und sich für diversifiziert halten, sind Sie es wahrscheinlich nicht. Sie haben eine Kernexponierung gegenüber einem einzelnen Sektor. Konzentrationsrisiko steigt mit der Korrelation der Positionen. Ein globaler All-World-ETF hingegen hält Tausende von Aktien aus Dutzenden von Ländern und Sektoren und bietet automatisch maximale Streuung des unsystematischen Risikos.
Wann Einzelaktien sinnvoll sind
Wenn Sie tiefgreifende Kenntnisse über ein bestimmtes Unternehmen haben, seine Jahresberichte lesen und sein Geschäft besser verstehen als der Markt — dann kann das Hinzufügen von 1–2 Einzelpositionen als „Satellit" neben dem Index-Kern sinnvoll sein. Niemals als Hauptstrategie.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen systematischem und unsystematischem Risiko?
Unsystematisches Risiko ist spezifisch für ein bestimmtes Unternehmen und kann durch Diversifikation eliminiert werden. Systematisches Risiko ist die Bewegung des gesamten Marktes und kann durch Diversifikation nicht beseitigt werden — es trifft alle Aktien gleichzeitig.
Wie viele Aktien benötige ich für eine ordentliche Diversifikation?
Forschungen zeigen, dass 20–30 Aktien aus verschiedenen Sektoren rund 90 % des unsystematischen Risikos eliminieren. Über 30 Positionen hinaus sind die Grenzerträge gering. Ein Index-ETF mit 500+ Aktien ist praktisch vollständig diversifiziert.
Ist ein ETF sicherer als eine Einzelaktie?
Ein ETF eliminiert unsystematisches Risiko, indem er Hunderte von Aktien hält. Systematisches Marktrisiko bleibt bestehen. Ein ETF ist daher widerstandsfähiger gegen den Konkurs eines einzelnen Unternehmens, fällt aber trotzdem, wenn der gesamte Markt fällt.