Portfolio a alokace
Q3-Portfolioüberprüfung: Allokation kontrollieren und über neue Einzahlungen rebalancieren
Das Wichtigste
- Eine vierteljährliche Überprüfung reicht für einen passiven Anleger — häufigeres Prüfen ist kontraproduktiv.
- Vergleichen Sie Ist- mit Ziel-Allokation; wenn die Differenz 5 Prozentpunkte nicht übersteigt, ist keine Aktion nötig.
- Rebalancing über neue Einzahlungen ist steuerlich effizienter als der Verkauf aufgewerteter Positionen.
- Erfassen Sie die Performance gegenüber dem Benchmark; wenn ein Fonds dauerhaft zurückbleibt, erwägen Sie einen Wechsel.
- Prüfen Sie Gebühren, DCA-Einstellungen und etwaige ausstehende Kapitalmaßnahmen.
Eine vierteljährliche Portfolioüberprüfung ist keine Reaktion auf das Marktgeschehen — sie ist eine ruhige Kontrolle, ob das Portfolio noch Ihrem Plan entspricht.
Was konkret zu prüfen ist: eine 5-Punkte-Liste
- Ist- vs. Ziel-Allokation: Berechnen Sie die prozentualen Gewichte der Anlageklassen. Wenn Aktien von den angestrebten 80 % auf 85 % gestiegen sind, ist es Zeit zum Rebalancieren.
- Performance vs. Benchmark: Vergleichen Sie die Fondsrendite für das Quartal und das Jahr mit dem entsprechenden Index — das deckt die Tracking Difference auf.
- DCA-Einstellungen: Sind alle Aufträge aktiv? Entspricht die Einzahlungshöhe Ihren aktuellen Einkommensmöglichkeiten?
- Brokergebühren: Hat der Broker seinen Preiskatalog geändert? Sind unnötige Inaktivitätsgebühren entstanden?
- Lebenssituation: Hat sich Ihr Zeithorizont, Einkommen oder Plan geändert? Wenn ja, könnte eine umfassendere Allokationsüberprüfung nötig sein.
Rebalancing: Verkaufen vs. Zukaufen
Das häufigste Dilemma: Soll die übergewichtete Anlageklasse verkauft oder reichen neue Einzahlungen? Für die meisten Anleger ist Rebalancing über neue Einzahlungen vorteilhafter:
- Es entsteht kein steuerpflichtiger Vorgang (kein realisierter Gewinn).
- Die volle Marktexponierung bleibt erhalten — die Investitionszeit wird nicht verkürzt.
- Wir kaufen in die untergewichtete Klasse, die relativ günstiger notiert.
Wenn neue Einzahlungen nicht ausreichen, die Allokation wiederherzustellen (große Abweichung oder großes Portfolio), ist der Verkauf des aufgewerteten Anteils gerechtfertigt — insbesondere wenn Sie den dreijährigen Haltezeitentest erfüllt haben und die Kapitalertragssteuer null beträgt.
Q3-Kontext: Sommer als natürliche Pause
Das dritte Quartal eignet sich ideal für eine Überprüfung: Ein halbes Jahr ist vergangen, die H1-Ergebnisse der Unternehmen sind verfügbar, und Sie haben einen Überblick über das Jahreseinkommen für eventuelle Optimierungen. Das Ergebnis der Überprüfung sollte ein einfacher Vermerk sein: „Allokation in Ordnung / rebalanciere X CZK über den nächsten Einzahlungsbetrag" — und nichts weiter.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich mein Portfolio rebalancieren?
Für einen passiven Anleger reicht einmal pro Quartal oder bei einer Abweichung der Allokation um mehr als 5 Prozentpunkte. Zu häufiges Rebalancing erhöht die Transaktionskosten und mindert die Rendite.
Ist es besser, durch Verkauf oder durch Zukauf zu rebalancieren?
Für die meisten Anleger ist es vorteilhafter, neue Einzahlungen in die untergewichtete Anlageklasse zu lenken. Es entsteht kein steuerpflichtiger Gewinn und das Portfolio bleibt vollständig investiert. Verkaufen ist bei großen Abweichungen oder nach Erfüllung des Haltezeitentests sinnvoll.
Was ist der Haltezeittest in Tschechien und wie beeinflusst er das Rebalancing?
In der Tschechischen Republik sind Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren, die länger als 3 Jahre gehalten wurden, von der Steuer befreit (bei Erfüllung weiterer Bedingungen). Rebalancing durch Verkauf ist daher erst nach Ablauf dieses Tests am vorteilhaftesten.