Portfolio a alokace
Wie hoch soll der Anteil der Schwellenländer sein
Das Wichtigste
- Schwellenländer (EM) bieten Exposure zu schnell wachsenden Volkswirtschaften, aber zu höherer Volatilität und spezifischen Risiken.
- In einem globalen All-World-Index machen EM etwa 10–11 % aus — viele Anleger halten das für ausreichend.
- Eine höhere EM-Allokation (15–25 %) macht Sinn bei langem Horizont und bewusster Akzeptanz höherer Volatilität.
- Wesentliche EM-Risiken: politische Instabilität, schwächerer Aktionärsschutz, Währungsvolatilität.
Schwellenländer — China, Indien, Brasilien, Taiwan und andere — bieten Exposure zu Volkswirtschaften mit schnellerem potenziellem Wachstum, aber zu höherer Volatilität und anderen Risiken.
Was Schwellenländer sind
MSCI klassifiziert Märkte nach drei Kriterien als „Emerging Markets" (EM): wirtschaftliche Entwicklung, Marktzugänglichkeit für ausländische Investoren und Liquidität. Der MSCI EM Index umfasst heute mehr als 20 Länder — von China und Indien bis Mexiko, Brasilien und Saudi-Arabien.
Wie viel EM in einem Standard-All-World-Index steckt
Der MSCI All Country World Index (ACWI) weist EM ein Gewicht von etwa 10–11 % zu. Kaufen Sie ein All-World ETF, haben Sie EM-Exposure daher automatisch. Für viele Anleger ist das ausreichend.
Wann der EM-Anteil erhöht werden sollte
Manche Anleger halten ein EM-Übergewicht (15–25 %), wenn:
- sie an langfristige demografische Chancen glauben (Mittelschicht in Asien, Afrika);
- sie einen Horizont von 15+ Jahren haben und höhere kurzfristige Volatilität tolerieren;
- sie eine geringere Korrelation mit dem US-Markt wünschen.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass EM-Renditen in den letzten Jahrzehnten hinter den Industrieländermärkten zurückgeblieben sind — demografisches Potenzial schlägt sich nicht immer in Aktienkursen nieder.
Risiken, die nicht ignoriert werden können
EM birgt Risiken, die in den USA oder Europa nicht existieren oder geringer sind: politische Entscheidungen, die die Spielregeln über Nacht ändern (z.B. Regulierung des chinesischen Technologiesektors), schwächerer Minderheitenaktionärsschutz, Währungsinstabilität und geringere Transparenz der Rechnungslegung.
Wie man vorgeht
Separate EM-ETFs (MSCI EM, FTSE EM) ermöglichen eine flexible Allokation über ein All-World hinaus. Wenn Sie das in Betracht ziehen, lesen Sie mehr über den Portfolioaufbau und wie ein Aktienindex funktioniert.
Häufige Fragen
Sind Schwellenländer riskanter als Industrieländer?
Ja, sie weisen typischerweise höhere Volatilität, politische Risiken und Währungsschwankungen auf. Gleichzeitig bieten sie Exposure zu schneller wachsenden Volkswirtschaften. Höheres Renditepotenzial geht mit höherem Risiko einher — das ist der grundlegende Kompromiss.
Wie viel Prozent EM sollte ich im Portfolio haben?
Das Marktgewicht im All-World-Index gibt EM etwa 10–11 %. Das ist ein vernünftiger Ausgangspunkt. Ein bewusstes Übergewicht von 15–25 % macht Sinn bei langem Horizont und Verständnis der spezifischen Risiken — nicht als Weg, um „schnell Geld zu verdienen".
Was ist MSCI Emerging Markets?
Ein Index der globalen Agentur MSCI, der Aktienmärkte in mehr als 20 Schwellenländern abdeckt — China, Indien, Brasilien, Taiwan und andere. Er dient als Benchmark für EM-ETFs und zeigt die aggregierte Wertentwicklung dieser Märkte.