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Wie Sie eine Aktien-Watchlist aufbauen und was Sie darin verfolgen
Das Wichtigste
- Eine Watchlist sollte Unternehmen enthalten, die Sie wirklich verstehen: Geschäftsmodell, Einnahmequellen, Wettbewerbsvorteil.
- Verfolgen Sie 4–6 Schlüsselkennzahlen: KGV, P/FCF, Verschuldung/EBITDA, Marge, Umsatzwachstum, Dividendenrendite.
- Ein Unternehmen auf der Watchlist bedeutet nicht automatisch kaufen — es bedeutet zu wissen, bei welchem Preis es Sinn machen würde.
- Aktualisieren Sie die Watchlist vierteljährlich nach Ergebnissen, nicht täglich nach Nachrichten.
- Eine zu große Watchlist (50+ Unternehmen) ist nicht nachhaltig — 10–20 Unternehmen ist ein realistischer Umfang.
Eine Watchlist ist eine Liste von Unternehmen, die Sie gut genug verstehen, um zu wissen, zu welchem Preis sie einen Kauf wert sind — keine Liste von Tipps oder Trends. Ohne das Verständnis des Unternehmens ist es nur eine Sammlung von Tickern.
Wie man ein Unternehmen auf die Watchlist setzt
Bevor Sie ein Unternehmen auf die Liste setzen, beantworten Sie drei Fragen:
- Verstehe ich, wie das Unternehmen Geld verdient? Falls nicht, lehnen Sie es ab — ungeachtet des Hypes.
- Hat das Unternehmen einen messbaren Wettbewerbsvorteil? (Marke, Netzwerkeffekt, Wechselkosten, Kostenführerschaft)
- Wie sieht der 5-Jahres-Trend bei Umsatz und Rentabilität aus?
Nur bei positiven Antworten macht es Sinn, die Bewertung zu verfolgen.
6 Kennzahlen für jedes Unternehmen auf der Watchlist
- KGV — Kurs-Gewinn-Verhältnis; immer im Sektorvergleich betrachten
- P/FCF — Kurs zu freiem Cashflow; realistischer als das KGV
- Verschuldung/EBITDA — Verschuldungsgrad; über 4× ist ein Warnsignal
- Nettomarge — wie viel vom Umsatz als Gewinn bleibt; Trend beobachten
- Umsatzwachstum (5-Jahres-Durchschnitt) — ein Unternehmen ohne Umsatzwachstum wird auch preislich nicht lange wachsen
- Dividendenrendite und Ausschüttungsquote — für Dividendeninvestoren
Wann die Watchlist aktualisieren?
Verfolgen Sie Unternehmen vierteljährlich — nach der Veröffentlichung der Ergebnisse. Die tägliche Kursbeobachtung bringt keine zusätzlichen Informationen, nur Stress. Wenn ein Unternehmen wiederholt bei Ergebnissen enttäuscht, überprüfen Sie, ob sich das Geschäftsmodell geändert hat, und erwägen Sie eine Streichung. Lesen Sie mehr über eingehende Unternehmensanalysen. Einen Vergleich zwischen passivem und aktivem Ansatz bietet aktives vs. passives Investieren.
Größe der Watchlist
Eine realistische Watchlist für einen Einzelanleger umfasst 10–20 Unternehmen. Weniger ist mehr — ein tiefes Verständnis von 15 Unternehmen schlägt oberflächliches Wissen über 80. Konzentrieren Sie sich auf Branchen, die Sie aus dem Beruf oder der Lebenserfahrung kennen. Dort haben Sie einen natürlichen Informationsvorteil.
Häufige Fragen
Was ist eine Watchlist beim Investieren?
Eine Liste von Unternehmen, die ein Anleger aktiv verfolgt und gut genug kennt, um zu wissen, zu welchem Preis er sie kaufen würde. Eine Watchlist ist keine sofortige Kaufliste — sie ist eine investmentmäßige „Reservebank".
Wie viele Unternehmen sollten auf einer Watchlist stehen?
10–20 ist ein realistischer Umfang für einen Einzelanleger. Mehr ist nicht nachhaltig — Sie können nicht die Quartalsergebnisse von 50 Unternehmen verfolgen und gleichzeitig normal arbeiten und leben. Die Qualität der Beobachtung ist wichtiger als die Quantität.
Welche Tools helfen bei der Unternehmensbeobachtung?
Kostenlos verfügbar sind: Investor-Relations-Websites der Unternehmen, SEC EDGAR für US-Unternehmen, Macrotrends oder Tikr für historische Daten. Fortgeschrittenere Plattformen wie Koyfin oder Bloomberg (kostenpflichtig) dienen denen, die an Finanzmodellierung interessiert sind.
Ist eine Watchlist besser oder einfach ETFs kaufen?
Das hängt vom Anlegertyp ab. Ein passiver Anleger braucht keine Watchlist — ein regelmäßiger Kauf eines globalen ETFs reicht aus. Eine Watchlist macht für jemanden Sinn, der einen Teil seines Portfolios aktiv verwalten will und glaubt, unterbewertete Unternehmen identifizieren zu können.