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Wie man sich auf einen Bärenmarkt vorbereitet — bevor er kommt

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Das Wichtigste

Ein Bärenmarkt — ein Rückgang des Aktienmarktes um mehr als 20 % vom Hochpunkt — kommt regelmäßig und unvermeidlich. Der Schlüssel liegt nicht darin, ihn vorherzusagen, sondern sich im Voraus vorzubereiten.

Wie ein Bärenmarkt in der Praxis aussieht

Im Durchschnitt erlebt der Aktienmarkt alle drei bis fünf Jahre einen Rückgang von über 20 %. Die Dauer variiert: von einigen Monaten (Covid 2020) bis zu mehreren Jahren (2000–2002). Während des Abschwungs gibt es vorübergehende Erholungen, die zur Überzeugung verleiten, dass „das Schlimmste vorbei ist" — und dann fällt der Markt weiter. Diese Dynamik ist psychologisch sehr anspruchsvoll, selbst für erfahrene Anleger.

Vorbereitung 1: das richtige Portfolio im Voraus

Das Portfolio muss Ihrem realen Anlagehorizont und Ihrer tatsächlichen Risikotoleranz entsprechen — nicht dem, was Sie über sich selbst sagen, wenn die Märkte steigen. Ein Anleger mit einem 30-jährigen Horizont und 100 % in Aktien würde einen Bärenmarkt problemlos meistern. Ein Anleger, der das Geld tatsächlich in drei Jahren braucht, sollte nicht das gesamte Portfolio in Aktien haben. Mehr unter Wie Sie Ihr erstes Portfolio aufbauen.

Vorbereitung 2: ein Notfallfonds außerhalb der Investments

Der teuerste Fehler in einem Bärenmarkt: gezwungen zu sein, Investments zu verkaufen, weil Sie das Geld für den Lebensunterhalt brauchen. Ein Notfallfonds in liquiden Instrumenten (Sparkonto, Geldmarktfonds) gibt Ihnen Ruhe und verhindert erzwungene Verkäufe zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Schriftlicher Plan: Schreiben Sie im Voraus auf, was Sie tun werden, wenn Ihr Portfolio um 30 % fällt. Die meisten Menschen glauben, sie können damit umgehen — aber in der Realität ist es nicht so einfach. Einen Plan auf Papier (und eine Einkaufsliste von ETFs bei Kursrückgängen) zu haben, hilft, nicht der Panik nachzugeben.

Vorbereitung 3: historische Perspektive verstehen

Jeder Bärenmarkt in der Geschichte hat geendet. Ohne Ausnahme. Aktienmärkte haben sich immer auf neue Hochs erholt, sogar nach der Großen Depression. Diese historische Perspektive reicht nicht aus, um den Schmerz des Abschwungs zu verhindern — aber sie hilft, durchzuhalten. Wie langfristiges Marktwachstum trotz Krisen funktioniert, erklärt dieser Artikel. Und warum es sich lohnt, Risiko zu messen statt es zu fürchten — auch das im Voraus lesen.

Häufige Fragen

Was ist ein Bärenmarkt?

Ein Bärenmarkt ist ein Rückgang des Aktienmarktes um mehr als 20 % von einem kürzlichen Hochpunkt. Er dauert typischerweise von einigen Monaten bis zu zwei Jahren. Im Durchschnitt tritt er einmal alle 3–5 Jahre auf.

Wie schützt man sich vor einem Bärenmarkt?

Der beste Schutz ist ein richtig konfiguriertes Portfolio (entsprechend Ihrem Horizont), ein Notfallfonds außerhalb Ihrer Investments und ein schriftlicher Plan für das Vorgehen im Abschwung. Die Vorbereitung findet in guten Zeiten statt, nicht während des Abschwungs.

Soll ich im Abschwung nachkaufen oder warten?

Wenn Sie Reserven und einen langen Horizont haben, ist Nachkaufen im Abschwung historisch gesehen vorteilhaft. Es ist aber keine Pflicht — das Wichtigste ist, nicht aus Angst zu verkaufen. Regelmäßiges DCA kauft automatisch nach.

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