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Was ist Risiko und wie misst man es überhaupt

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Das Wichtigste

Das Wort „Risiko" klingt bei Investments beängstigend, aber kaum jemand hat es richtig sortiert. Die entscheidende Unterscheidung lautet: Kursschwankungen sind eine Sache; dauerhaft Geld zu verlieren ist eine andere. Wenn Sie das verstehen, hören Sie auf, Schwankungen zu fürchten, und fangen an, das wirklich Wichtige anzugehen.

Volatilität ist nicht dasselbe wie Verlust

Aktienkurse ändern sich täglich — das nennt man Volatilität. Aber solange Sie nicht verkaufen, ist ein Rückgang nur eine vorübergehende Papierbewegung, kein echter Verlust. Ein permanenter Verlust tritt erst ein, wenn Sie unter dem Kaufpreis verkaufen oder eine Firma bankrottgeht. Bei einem breiten Index aus Hunderten Unternehmen ist das Risiko eines dauerhaften Verlustes über einen langen Horizont deutlich geringer als bei einer Einzelaktie.

Zwei Kennzahlen, die Ihnen begegnen werden

Das wichtigste Risiko lässt sich nicht im Chart messen. Es ist Ihr eigenes Verhalten. Ein vorübergehender Rückgang wird nur dann zum dauerhaften Verlust, wenn Sie in Panik am Tief verkaufen. Deshalb sind Nervenstärke und ein vorab geschriebener Plan mehr wert als jede Formel.

Was Risiko reduziert

Zwei Haupthebel: Diversifikation (statt einer Aktie Hunderte Unternehmen über einen Index besitzen — der Konkurs eines einzelnen reißt Sie nicht mit) und ein langer Horizont (je länger Sie halten, desto zuverlässiger heilen Drawdowns und zeigt sich Wachstum). Diese beiden Dinge reduzieren hauptsächlich das Risiko dauerhafter Verluste, nicht unbedingt tägliche Schwankungen.

Wie viel Risiko können Sie tragen

Ihre Risikotragfähigkeit hängt von drei Dingen ab: Ihrem Horizont (wann Sie das Geld brauchen), Ihrem Temperament (wie ruhig Sie bei einem Drawdown schlafen) und Ihrer Situation (haben Sie ein stabiles Einkommen und eine Reserve?). Seien Sie ehrlich mit sich — ein Portfolio, das Sie in einer Krise nicht halten und verkaufen werden, ist für Sie ein schlechtes Portfolio, auch wenn es theoretisch am meisten verdienen würde.

Was Sie mitnehmen sollten

Fürchten Sie keine Volatilität — erwarten Sie sie und nutzen Sie sie (bei Kursrückgängen kaufen Sie günstig). Fürchten Sie permanenten Verlust, und der wird am meisten durch schlechtes Verhalten verursacht, nicht vom Markt selbst. Wie tief historische Drawdowns waren und wie sich der Markt immer erholt hat, sehen Sie in den Szenarien der Wachstumsprojektion.

Häufige Fragen

Ist Risiko dasselbe wie Kursvolatilität?

Nein. Volatilität ist die tägliche Kursbewegung und solange Sie nicht verkaufen, ist sie nur vorübergehend. Das eigentliche Risiko für einen Anleger ist permanenter Kapitalverlust — wenn Sie unter dem Kaufpreis verkaufen oder eine Firma bankrottgeht. Diese beiden Dinge muss man auseinanderhalten.

Was ist ein Drawdown?

Der Wertrückgang vom Hochpunkt zum nachfolgenden Tiefpunkt, in Prozent ausgedrückt. Er zeigt, wie tief ein Portfolio historisch gefallen ist und wie lange die Erholung dauerte. Aktienmärkte fielen in Krisen üblicherweise um 30 bis 50% und erholten sich danach.

Wie kann ich Risiko reduzieren?

Hauptsächlich durch Diversifikation (Hunderte Unternehmen über einen Index statt einer Einzelaktie besitzen) und einen langen Horizont (je länger Sie halten, desto zuverlässiger heilen Drawdowns). Das reduziert hauptsächlich das Risiko dauerhafter Verluste, nicht unbedingt tägliche Volatilität.

Wie erkenne ich, wie viel Risiko ich tragen kann?

Anhand Ihres Horizonts (wann Sie das Geld brauchen), Ihres Temperaments (wie ruhig Sie bei einem Drawdown schlafen) und Ihrer Situation (stabiles Einkommen und Reserve). Seien Sie ehrlich — ein Portfolio, das Sie nicht halten und in Panik verkaufen werden, ist für Sie schlecht, auch wenn es theoretisch am meisten verdienen würde.

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