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Steuererklärungs-Saison: So bereiten Sie als Anleger Ihre Unterlagen vor
Das Wichtigste
- Wertpapierverkäufe, die den Zeittest (weniger als 3 Jahre) oder den Wertetest (unter 100.000 CZK) nicht erfüllen, müssen in der Steuererklärung angegeben werden.
- Dividenden aus ausländischen ETFs unterliegen in Tschechien der Besteuerung — Broker behalten diese Steuer in der Regel nicht automatisch ein.
- Sie benötigen einen Handelsauszug, einen Dividendenauszug, Wechselkurse zum Transaktionsdatum und einen Nachweis über ausländische Quellensteuer.
- Der Abzug ausländischer Quellensteuer verhindert Doppelbesteuerung — vorbehaltlich des anwendbaren Abkommens.
- Dies ist keine Steuerberatung — konsultieren Sie für Ihre spezifische Situation einen Steuerberater oder das Finanzamt.
Jeder Anleger, der im vergangenen Jahr Wertpapiere verkauft oder Dividenden aus dem Ausland erhalten hat, hat gegenüber dem tschechischen Finanzamt Verpflichtungen — und die Abgabefrist naht.
Wann Sie eine Steuererklärung einreichen müssen
Als Privatperson müssen Sie eine Erklärung einreichen, wenn Sie Einkünfte aus Wertpapierverkäufen hatten, die den Wertetest überschreiten (insgesamt über 100.000 CZK) oder den Zeittest nicht erfüllen (Sie haben das Wertpapier weniger als 3 Jahre gehalten). Ausländische Dividenden werden unabhängig von der Höhe als Auslandseinkünfte erfasst. Hinweis: Dies ist keine Steuerberatung — wenden Sie sich für Ihre spezifische Situation stets an einen Steuerberater oder direkt an das Finanzamt.
Was vorzubereiten ist: eine praktische Checkliste
- Aufstellung aller abgeschlossenen Trades — von der Plattform Ihres Brokers (in der Regel CSV oder PDF).
- Aufstellung erhaltener Dividenden — mit Daten und Beträgen in der Originalwährung.
- Wechselkurse der Tschechischen Nationalbank — zum Datum jedes Handels oder jeder Dividende (kurzy.cnb.cz).
- Nachweis ausländischer Quellensteuer — Broker ziehen diese in der Regel automatisch ab; das Dokument belegt die Anrechnung gemäß dem einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen.
- Jahresabschlussbestätigung — für den Fall einer Prüfung.
Wie die Bemessungsgrundlage beim Verkauf berechnet wird
Bemessungsgrundlage = Verkaufserlös minus Anschaffungskosten (was Sie für das Wertpapier bezahlt haben, einschließlich Gebühren). Bei der Durchschnittskostenmethode (FIFO oder Durchschnitt) hängt dies von der Methodik des Brokers ab. Der Einkommensteuersatz beträgt 15 % (oberhalb einer Bemessungsgrundlage von 36 Mal dem Durchschnittslohn beträgt der Satz 23 %). Dividenden aus dem Ausland werden ebenfalls mit 15 % besteuert, mit einer möglichen Anrechnung ausländischer Quellensteuer. Mehr zu den Grundlagen der ETF-Besteuerung im Überblicksartikel.
Wann der Pauschalaufwand anzuwenden ist und wann nicht
Der Pauschalabzug kann nicht auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Dividenden) angewendet werden. Für Einkünfte aus Wertpapierverkäufen verwenden Sie die tatsächlichen Anschaffungskosten. Die Vorbereitung der Unterlagen dauert einige Zeit — sie auf den letzten Drücker zu verschieben erhöht das Fehlerrisiko.
Häufige Fragen
Muss ich jeden ETF-Verkauf versteuern?
Das hängt von der Haltedauer und der Höhe der Einkünfte ab. Wenn Sie den ETF länger als 3 Jahre gehalten haben (Zeittest) oder die Gesamterlöse aus Wertpapierverkäufen 100.000 CZK nicht überschritten haben (Wertetest), entsteht keine Steuerpflicht. Zur Sicherheit konsultieren Sie einen Steuerberater.
Wie ermittle ich den Betrag der ausländischen Quellensteuer auf Dividenden?
Ihr Broker weist diese im Jahressteuerausweis oder Handelsauszug aus. Sie ist in der Regel als „Withholding Tax" gekennzeichnet. Für irische UCITS-ETFs mit US-Aktien beträgt sie in der Regel 15 %.
Was ist, wenn der Broker im Ausland sitzt und mir keinen deutschsprachigen Steuerausweis schickt?
Sie sind unabhängig von der Sprache des Dokuments für die korrekte Meldung von Einkünften verantwortlich. Ein ausländischer Auszug ist ein vollwertiges Dokument. Wenn Sie unsicher sind, bitten Sie den Broker um Details und konsultieren Sie einen Steuerberater.