Riziko, krize a měny
Systematisches vs. unsystematisches Risiko: Was Sie nicht beeinflussen können — und was schon
Das Wichtigste
- Systematisches Risiko betrifft den gesamten Markt und lässt sich nicht wegdiversifizieren.
- Unsystematisches Risiko ist spezifisch für ein Unternehmen oder einen Sektor — Diversifikation reduziert es erheblich.
- Beta misst, wie empfindlich ein Vermögenswert auf Gesamtmarktbewegungen reagiert.
- Das Ziel ist nicht null Risiko, sondern eine bewusste Entscheidung darüber, welches Risiko Sie eingehen.
- Globale ETFs eliminieren das unsystematische Risiko; das systematische bleibt bestehen.
Jede Investition trägt zwei Risikokomponenten: systematisches Risiko, das den gesamten Markt betrifft und nicht wegdiversifiziert werden kann, sowie unsystematisches Risiko, das spezifisch für ein bestimmtes Unternehmen oder einen Sektor ist und durch Diversifikation erheblich gesenkt werden kann.
Systematisches Risiko: unvermeidbare Marktbewegungen
Systematisches Risiko (auch Marktrisiko) betrifft alle Vermögenswerte gleichzeitig. Eine globale Rezession, ein starker Zinsanstieg, eine geopolitische Krise oder eine Pandemie — diese Ereignisse ziehen Aktien in allen Ländern und Sektoren nach unten. Das Ausmaß, in dem ein bestimmtes Vermögenswert auf diese Bewegungen reagiert, beschreibt der Beta-Koeffizient: Beta 1,0 bedeutet, dass sich der Wert wie der Markt bewegt; Beta 1,5 bedeutet Bewegungen, die 50 % größer sind.
Unsystematisches Risiko: Was Diversifikation lösen kann
Unsystematisches Risiko ist einzigartig für ein bestimmtes Unternehmen oder eine Branche. Schlechte Geschäftsergebnisse, ein Managementskandal, eine Regulierungsstrafe oder technologische Rückständigkeit — diese Faktoren betreffen nur den betroffenen Titel. Wenn Ihr Portfolio 20 nicht miteinander verbundene Aktien enthält, beträgt die durchschnittliche Auswirkung eines einzelnen Ausfalls 5 %. Halten Sie nur eine Aktie, sind es 100 %. Deshalb eliminiert ein ETF automatisch den Großteil des unsystematischen Risikos.
Warum die Unterscheidung beider Komponenten wichtig ist
- Diversifikation spart Aufwand, nicht alles Risiko — Marktabschwünge treffen auch ein perfekt diversifiziertes Portfolio
- Der Versuch, systematisches Risiko durch Marktausstieg zu vermeiden, ist kostspielig und statistisch nachteilig
- Unsystematisches Risiko wird nicht vergütet — tragen Sie es nicht unnötig
- Sektor-ETFs reduzieren unsystematisches Risiko weniger effektiv als globale Indizes
Wie man das im Portfolio anwendet
Ein global diversifiziertes ETF beseitigt automatisch das unsystematische Risiko und behält nur die systematische Exponierung gegenüber dem Weltmarkt. Ein richtiges Verständnis von Risiko hilft dann dabei, die Aufteilung zwischen Aktien, Anleihen und Bargeld so festzulegen, dass sie Ihrer persönlichen Toleranz gegenüber unvermeidlichen Marktschwankungen entspricht.
Häufige Fragen
Was ist systematisches Risiko?
Risiko, das den gesamten Markt betrifft — Rezessionen, Zinsschocks, geopolitische Krisen. Es lässt sich nicht wegdiversifizieren. Es wird durch den Beta-Koeffizienten gemessen, der angibt, wie stark sich ein Vermögenswert mit dem Markt bewegt.
Was ist unsystematisches Risiko?
Risiko, das spezifisch für ein bestimmtes Unternehmen oder einen Sektor ist — Managementversagen, Regulierung, technologische Rückständigkeit. Durch Diversifikation in viele nicht miteinander verbundene Titel kann es erheblich reduziert werden.
Warum gibt es keine Prämie für unsystematisches Risiko?
Weil es durch einfache Diversifikation kostenlos eliminiert werden kann. Der Markt vergütet nur Risiko, das nicht beseitigt werden kann — nämlich systematisches Risiko. Deshalb ergibt es Sinn, unsystematisches Risiko wegzudiversifizieren.
Welches Beta ist ideal?
Das hängt von der Risikobereitschaft ab. Beta unter 1,0 dämpft Schwankungen, über 1,0 verstärkt es sie. Globale Aktienindizes haben ein Beta nahe 1,0 — sie bewegen sich mit dem Markt, sind aber maximal diversifiziert.