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Strategie

Die Drei-Eimer-Strategie: Wie Sie Ihr Portfolio nach Zeithorizont aufteilen

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Die Drei-Eimer-Strategie teilt ein gesamtes Portfolio in drei separate Schichten auf, je nachdem, wann und wie schnell Sie das Geld benötigen — und reduziert dadurch das Risiko, Aktien im denkbar schlechtesten Moment zu verkaufen.

Warum überhaupt drei Eimer?

Der häufigste Investorenfehler tritt auf, wenn mitten in einem Markteinbruch eine unerwartete Ausgabe entsteht. Ohne eine klare Trennung greifen Sie auf das zurück, was Sie haben, und verkaufen ein ETF mit Verlust, nur weil kein Bargeld zur Hand ist. Drei Eimer beseitigen diese Falle, indem jede Schicht eine eigene Aufgabe erfüllt.

Erster Eimer: Liquidität und Ruhe in der Krise

In den ersten Eimer gehört Geld, das Sie innerhalb von zwei Jahren benötigen. Dazu zählen ein Notfallpuffer in Höhe von drei bis sechs Monatsausgaben, Mittel für geplante größere Anschaffungen und ein Bargeldpolster für unvorhergesehene Ereignisse. Geeignete Instrumente sind Sparkonten, Termineinlagen und Geldmarktfonds. Die Rendite ist zweitrangig — Priorität hat, dass das Geld schnell und ohne Verlust verfügbar ist.

Zweiter Eimer: moderates Risiko, Horizont 3–7 Jahre

Der mittelfristige Eimer dient Zielen, die weder unmittelbar noch weit entfernt sind — eine Wohnungsrenovierung, ein Autokauf, eine Hypothekenanzahlung. Eine gemischte Allokation ergibt hier Sinn: Anleihen, konservativere ETFs oder eine Kombination aus beidem. Volatilität wird toleriert, da Sie Zeit haben, auf einen vorübergehenden Rückgang zu reagieren.

Dritter Eimer: der Zinseszins arbeitet für Sie

Der langfristige Eimer ist rein investiv — das Geld darin benötigen Sie mindestens 10 Jahre nicht. Hierher gehören globale Aktien-ETFs, etwa Fonds, die MSCI World oder All-World abbilden. Zeit ist der größte Vorteil: Der Zinseszinseffekt wirkt hier in voller Stärke, und kurzfristige Schwankungen verlieren an Bedeutung.

Kernprinzip: Verschwenden Sie niemals „langfristiges" Geld für kurzfristige Bedürfnisse. Die Eimer sind nur dann widerstandsfähig, wenn Sie sie nicht vermischen.

Wie Sie starten

Die Drei-Eimer-Strategie ist nicht kompliziert, erfordert aber die Disziplin, getrennte „mentale Konten" auch in realen Zahlen zu führen.

Häufige Fragen

Was sind die drei Eimer beim Investieren?

Es ist eine Methode, ein Portfolio in drei Schichten aufzuteilen: kurzfristig (Bargeld, Liquidität), mittelfristig (konservativere Anlagen) und langfristig (Aktien-ETFs). Jede Schicht trägt ein anderes Risiko und erfüllt je nach Zeitbedarf einen anderen Zweck.

Wie viel Geld gehört in jeden Eimer?

Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Als Faustregel gilt: der kurzfristige Eimer sollte drei bis sechs Monatsausgaben enthalten, der mittelfristige Eimer wird nach geplanten Zielen bemessen, und der langfristige Eimer enthält den Rest der verfügbaren Investitionsmittel. Es gibt kein universelles Verhältnis.

Brauche ich physisch drei getrennte Konten?

Eine physische Trennung ist hilfreich — ein Sparkonto für den kurzfristigen Eimer, ein Investitionskonto für den langfristigen. Der mittlere Eimer kann in einem separaten Portfolio gehalten werden. Ohne diese Trennung ist die Versuchung, die Schichten in einer Krise zu vermischen, groß.

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