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Renditesequenzrisiko zu Beginn der Rente

7 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Das Renditesequenzrisiko (Sequence of Returns Risk) ist die Gefahr, dass schlechte Börsenjahre genau dann eintreffen, wenn Sie zur Deckung Ihres Lebensunterhalts Geld aus dem Portfolio entnehmen.

Warum die Reihenfolge zählt, nicht nur der Durchschnitt

Zwei Anleger können dieselbe durchschnittliche Jahresrendite erzielen, wobei einer wohlhabend endet und der andere ohne Geld dasteht. Warum? Trifft ein großer Kursrückgang im ersten Rentenjahr ein, verkaufen Sie Aktien zu niedrigen Kursen, verkleinern Ihre Basis und berauben sich der Möglichkeit zur Erholung. Kommt der Einbruch zehn Jahre später, haben Sie mehr Vermögen, um den Verlust abzufedern.

Beispiel: gleicher Durchschnitt, unterschiedliches Schicksal

Stellen Sie sich zwei Szenarien mit einer jährlichen Entnahme von 40.000 CZK aus einem Portfolio von 1.000.000 CZK vor:

Schlüsselerkenntnis: In der Entnahmephase schützt Sie nicht nur die Rendite, sondern auch Flexibilität — die Fähigkeit, Entnahmen in einer Krise um 10–20 % zu senken.

Praktische Schutzinstrumente

Wie man im Erwerbsleben darüber nachdenkt

Wenn Ihnen noch 20 oder mehr Jahre bis zur Rente bleiben, spielt das Sequenzrisiko Ihnen sogar in die Hände — Kursrückgänge sind Kaufgelegenheiten. Erst in den letzten 5–10 Jahren vor dem Renteneintritt ist es Zeit, die Allokation zu überprüfen und die Aktienquote zu senken, damit Sie nicht im ungünstigsten Moment getroffen werden.

Häufige Fragen

Was ist das Renditesequenzrisiko?

Die Gefahr, dass ein großer Kursrückgang genau zu Beginn der Rente eintrifft, wenn man vom Portfolio abhebt. Anders als in der Ansparphase nimmt ein früher Einbruch die Basis weg, die für die Erholung benötigt wird.

Wie schützt man sich vor dem Renditesequenzrisiko?

Bucket-Strategie (Teil des Portfolios in Cash oder Anleihen für 2–3 Jahre Ausgaben), flexible Entnahmen (in der Krise weniger) und schrittweise Reduzierung der Aktienquote in den 5–10 Jahren vor dem Renteneintritt.

Berücksichtigt die 4-Prozent-Regel das Renditesequenzrisiko?

Die Vier-Prozent-Regel ist an historischen Daten kalibriert, die das Renditesequenzrisiko bereits einschließen. Sie ist jedoch keine Garantie — bei einem extremen Kursrückgang unmittelbar nach dem Renteneintritt kann sie versagen. Flexible Entnahmen sind eine wichtige Absicherung.

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