Riziko, krize a měny
Renditesequenzrisiko zu Beginn der Rente
Das Wichtigste
- Renditesequenzrisiko entsteht, wenn große Verluste genau dann auftreten, wenn man vom Portfolio abhebt.
- Eine durchschnittliche Jahresrendite von 7 % kann je nach dem Zeitpunkt der Kursrückgänge zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen.
- Schutz: Entnahmen in der Krise reduzieren, einen Teil des Portfolios in Anleihen oder Cash halten, Allokation dem Alter anpassen.
- Je länger Sie sich in der Ansparphase befinden, desto weniger schadet das Sequenzrisiko — Kursrückgänge sind willkommene Kaufgelegenheiten.
- Mit näher rückendem Renteneintritt (5–10 Jahre) wird die Überprüfung der Allokation entscheidend.
Das Renditesequenzrisiko (Sequence of Returns Risk) ist die Gefahr, dass schlechte Börsenjahre genau dann eintreffen, wenn Sie zur Deckung Ihres Lebensunterhalts Geld aus dem Portfolio entnehmen.
Warum die Reihenfolge zählt, nicht nur der Durchschnitt
Zwei Anleger können dieselbe durchschnittliche Jahresrendite erzielen, wobei einer wohlhabend endet und der andere ohne Geld dasteht. Warum? Trifft ein großer Kursrückgang im ersten Rentenjahr ein, verkaufen Sie Aktien zu niedrigen Kursen, verkleinern Ihre Basis und berauben sich der Möglichkeit zur Erholung. Kommt der Einbruch zehn Jahre später, haben Sie mehr Vermögen, um den Verlust abzufedern.
Beispiel: gleicher Durchschnitt, unterschiedliches Schicksal
Stellen Sie sich zwei Szenarien mit einer jährlichen Entnahme von 40.000 CZK aus einem Portfolio von 1.000.000 CZK vor:
- Szenario A: erste drei Jahre +20 %, dann ein Rückgang von −40 % — das Portfolio überlebt leichter.
- Szenario B: erste drei Jahre −40 %, dann +20 % — das Portfolio kann vorzeitig aufgebraucht sein, obwohl die Durchschnittsrendite identisch ist.
Praktische Schutzinstrumente
- Bucket-Strategie: erster „Eimer" = 2–3 Jahre Ausgaben in Cash oder kurzfristigen Anleihen. Zweiter = konservativere Aktiva. Dritter = Aktien-ETFs für langfristiges Wachstum.
- Flexible Entnahmen: in guten Jahren mehr entnehmen, in einer Krise weniger. Studien zeigen, dass selbst eine 10-prozentige Senkung der Entnahmen in einem schlechten Jahr die Portfoliolebensdauer erheblich verlängert.
- Angepasste Allokation: je näher der Ruhestand, desto mehr Anleihen — nicht weil sie ertragreicher sind, sondern als Puffer gegen das Sequenzrisiko.
Wie man im Erwerbsleben darüber nachdenkt
Wenn Ihnen noch 20 oder mehr Jahre bis zur Rente bleiben, spielt das Sequenzrisiko Ihnen sogar in die Hände — Kursrückgänge sind Kaufgelegenheiten. Erst in den letzten 5–10 Jahren vor dem Renteneintritt ist es Zeit, die Allokation zu überprüfen und die Aktienquote zu senken, damit Sie nicht im ungünstigsten Moment getroffen werden.
Häufige Fragen
Was ist das Renditesequenzrisiko?
Die Gefahr, dass ein großer Kursrückgang genau zu Beginn der Rente eintrifft, wenn man vom Portfolio abhebt. Anders als in der Ansparphase nimmt ein früher Einbruch die Basis weg, die für die Erholung benötigt wird.
Wie schützt man sich vor dem Renditesequenzrisiko?
Bucket-Strategie (Teil des Portfolios in Cash oder Anleihen für 2–3 Jahre Ausgaben), flexible Entnahmen (in der Krise weniger) und schrittweise Reduzierung der Aktienquote in den 5–10 Jahren vor dem Renteneintritt.
Berücksichtigt die 4-Prozent-Regel das Renditesequenzrisiko?
Die Vier-Prozent-Regel ist an historischen Daten kalibriert, die das Renditesequenzrisiko bereits einschließen. Sie ist jedoch keine Garantie — bei einem extremen Kursrückgang unmittelbar nach dem Renteneintritt kann sie versagen. Flexible Entnahmen sind eine wichtige Absicherung.