Portfolio a alokace
Rebalancing: Wann, wie oft und nach welchen Kriterien
Das Wichtigste
- Rebalancing ist die regelmäßige Wiederherstellung der Zielallokation, nachdem Marktbewegungen sie verändert haben.
- Es gibt zwei grundlegende Methoden: Kalender-Rebalancing einmal jährlich und Schwellenwert-Rebalancing bei einer bestimmten prozentualen Abweichung.
- Die günstigste Methode ist Rebalancing mit neuen Einzahlungen — kein Verkauf und keine Steuern nötig.
- Zu häufiges Rebalancing erhöht Kosten und Steuerbelastung unnötig.
- Rebalancing ist ein Disziplinierungswerkzeug: Es zwingt Sie dazu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen.
Rebalancing ist der Prozess der Wiederherstellung der Zielallokation eines Portfolios, nachdem sie Marktbewegungen verändert haben. Haben Aktien schneller als Anleihen zugelegt? Ihr Anteil übersteigt das Ziel von 70 %. Durch Rebalancing verkaufen Sie einen Teil der Aktien und kaufen Anleihen, um zum Plan zurückzukehren.
Warum rebalancieren
Ohne Rebalancing „wächst" das Portfolio spontan in Richtung riskanterer Anlagen: Aktien machen einen immer größeren Anteil aus, und wenn ein Einbruch kommt, ist Ihr Verlust größer als beabsichtigt. Rebalancing ist daher Risikomanagement, kein Versuch, den Markt zu timen. Es hat auch einen angenehmen Nebeneffekt: Es zwingt Sie systematisch dazu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen.
Wie man ohne unnötige Kosten rebalanciert
Die günstigste Strategie ist das Rebalancing mit neuen Einzahlungen: Leiten Sie jeden Monat neues Geld in die Anlageklasse, die unter ihrer Zielgewichtung liegt. Dadurch verzögern oder vermeiden Sie Verkäufe — und damit Steuerpflichten. Der steuerliche Kontext der ETF-Besteuerung in Tschechien ist dabei entscheidend: Der Verkauf eines Wertpapiers, das weniger als drei Jahre gehalten wurde, unterliegt der Einkommensteuer.
Wann durch Verkauf rebalancieren
Wenn Einzahlungen nicht ausreichen oder wenn die Allokation deutlich abgewichen ist, wird ein Verkauf notwendig. Beachten Sie:
- Zuerst jene Wertpapiere verkaufen, die den Drei-Jahres-Haltedauer-Test oder den 100.000-CZK-Werttest erfüllen
- Verkäufe im Dezember vermeiden, wenn die Testbedingungen im Januar erfüllt sein werden
- Steuerliche Verluste nutzen, um Gewinne desselben Jahres zu verrechnen
Rebalancing eines Lazy Portfolios
Für ein Lazy Portfolio reicht eine jährliche Kontrolle und ein Aufstocken durch Einzahlungen aus. Wenn Sie nur zwei Fonds haben — Aktien und Anleihen — schaffen Sie das in zwanzig Minuten. Ein detaillierter Vergleich des Schwellenwert- und Kalenderansatzes findet sich im Fachartikel.
Häufige Fragen
Was ist Portfolio-Rebalancing?
Die Wiederherstellung der Zielallokation nach Marktbewegungen. Zum Beispiel: Wenn Aktien gestiegen sind und ihr Anteil das Ziel übersteigt, verkaufen Sie einen Teil der Aktien und kaufen untergewichtete Assets.
Wie rebalanciert man ohne Steuern zu zahlen?
Primär mit neuen Einzahlungen rebalancieren — kaufen Sie die untergewichtete Komponente ohne zu verkaufen. Wenn Sie verkaufen müssen, priorisieren Sie Wertpapiere, die den Drei-Jahres-Haltedauer-Test oder den 100.000-CZK-Werttest erfüllen.
Wie oft sollte man rebalancieren?
Einmal im Jahr reicht für die meisten Anleger. Eine Alternative ist das Schwellenwert-Rebalancing — handeln Sie nur, wenn die Allokation um mehr als fünf Prozentpunkte vom Ziel abweicht.