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Einlagensicherung und Garantiefonds: Was sie abdecken und wo die Grenzen liegen

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Das Wichtigste

Die Einlagensicherung in der Tschechischen Republik deckt Bankeinlagen bis zu 100.000 € pro Person und Bank ab — Anlagen bei einem Broker oder in einem Fonds funktionieren jedoch nach völlig anderen Grundsätzen.

Bankeinlagen: Solider Schutz

Der Einlagensicherungsfonds (FPV) garantiert, dass Sie im Falle einer Bankeninsolvenz bis zu 100.000 € (ca. 2,5 Mio. CZK) zurückbekommen. Bei großen Banken in der Tschechischen Republik ist dieses Risiko gering, aber der Schutz besteht. Bei höheren Guthaben (Erbschaft, Immobilienverkauf) gilt für 3 Monate ein vorübergehender Schutz von bis zu 200.000 €.

Anlagen bei einem Broker: Andere Regeln

Ein Broker in der Tschechischen Republik unterliegt dem Garantiefonds der Wertpapierhändler (GFOCP). Dieser deckt bis zu 20.000 € ab, wenn der Broker insolvent wird oder Gelder unterschlägt. Wichtig: Er deckt keine Verluste aus Marktbewegungen ab — das ist Anlagerisiko, kein institutionelles Versagen.

Gute Nachricht für ETF-Anleger: Das Vermögen in ETF-Fonds in der EU ist rechtlich getrennt vom Vermögen des Fondsmanagers. Auch wenn ein UCITS-Manager insolvent wird, sind die Fondsanlagen nicht Teil der Insolvenzmasse und verbleiben bei den Anlegern.

Ausländische Broker und Schutzgrenzen

Informieren Sie sich bei der Brokerwahl, in welchem Land dieser reguliert ist und welchen Schutz das Schema bietet. Eine Übersicht geprüfter Broker für tschechische Anleger finden Sie im Artikel wie Sie einen Broker in der Tschechischen Republik auswählen. Bei UCITS ETFs ist die Vermögenstrennung automatisch — siehe Artikel über UCITS ETFs und irischen Domizil.

Häufige Fragen

Bis zu welchem Betrag sind Einlagen in der Tschechischen Republik versichert?

Bis zu 100.000 € pro Person und Bank. Bei außergewöhnlichen Lebensereignissen (Erbschaft, Immobilienverkauf) gilt für 3 Monate ein vorübergehender Schutz von bis zu 200.000 €.

Deckt der Garantiefonds Verluste durch fallende Aktienkurse ab?

Nein. Der Garantiefonds der Wertpapierhändler deckt nur Fälle von Brokerinsolvenz oder Betrug ab — bis zu 20.000 €. Verluste durch Marktbewegungen sind das Risiko des Anlegers, das kein Fonds abdeckt.

Sind ETFs bei einem Konkurs des Fondsmanagers geschützt?

Ja. UCITS ETFs in der EU haben Vermögen, das rechtlich vom Fondsmanager getrennt ist. Das Fondsvermögen kann nicht zur Begleichung von Schulden des Managers verwendet werden — es gehört unabhängig vom Konkurs den Anlegern.

Wie wähle ich einen Broker mit gutem Schutz aus?

Überprüfen Sie die Regulierung (CNB, FCA, CySEC), das zugehörige Garantieschema und dessen Grenzen. Bevorzugen Sie in der EU oder Großbritannien regulierte Broker mit klarer Rechtsstruktur zur Vermögenstrennung.

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