Investiční slovník
PEG-Verhältnis: Kurs-Gewinn-Wachstum verständlich erklärt
Das Wichtigste
- Das PEG-Verhältnis teilt das KGV eines Unternehmens durch sein erwartetes Gewinnwachstumstempo — und gibt einen kontextreicheren Blick auf die Bewertung.
- Ein PEG unter 1 gilt oft als günstig, über 1 als teuer — aber Kontext und Branche sind immer entscheidend.
- PEG ist am nützlichsten beim Vergleich von Wachstumsunternehmen, deren hohes KGV allein wenig aussagt.
- Der Nachteil des PEG ist seine Abhängigkeit von Gewinnschätzungen der Zukunft, die immer unsicher sind.
- Nutzen Sie PEG nie als alleinigen Indikator — immer in Kombination mit anderen Kennzahlen.
Das PEG-Verhältnis (Price/Earnings to Growth) ist eine Bewertungskennzahl, die das klassische Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) durch das erwartete jährliche Gewinnwachstumstempo eines Unternehmens teilt — und damit beantwortet, ob ein hohes KGV "bezahlt" oder "überzahlt" ist.
Wie das PEG berechnet wird
Die Formel ist einfach:
- PEG = KGV ÷ jährliches Gewinnwachstumstempo (%)
- Beispiel: Ein Unternehmen hat ein KGV von 30 und erwartetes jährliches Gewinnwachstum von 30% → PEG = 1
- Ein anderes Unternehmen hat ein KGV von 15 und erwartetes Wachstum von 5% → PEG = 3
In diesem Vergleich ist das erste Unternehmen trotz höherem KGV günstiger als das zweite, wenn es sein Wachstum tatsächlich liefert. Das PEG-Konzept wurde erstmals vom Investor Peter Lynch in seinem Buch "One Up on Wall Street" populär gemacht.
Wie PEG interpretiert wird
Die Faustregel lautet: PEG unter 1 = potenziell unterbewertete Aktie, PEG um 1 = faire Bewertung, PEG über 1 = möglicherweise überteuert. Diese Regel ist grob — in verschiedenen Branchen und Marktbedingungen gelten unterschiedliche Normen. Technologieunternehmen handeln traditionell mit einem höheren PEG als Banken oder Versorger.
Wann PEG nützlich ist und wann nicht
PEG ist am nützlichsten beim Vergleich von Unternehmen in ähnlichen Branchen mit unterschiedlichen Wachstumsraten. Es hilft, ein "teures" Unternehmen von einem "teuren Unternehmen, das es verdient" zu unterscheiden. Bei reifen Unternehmen mit null oder negativem Wachstum ergibt PEG keinen Sinn. Ein Passivanleger in Index-ETFs braucht PEG nicht — aber es hilft zu verstehen, warum Analysten über Bewertungen von Wachstumsaktien diskutieren. Die Grundlagen von Bewertungsbegriffen und KGV beschreiben wir im Investitionslexikon.
Häufige Fragen
Was ist das PEG-Verhältnis?
Eine Bewertungskennzahl, die das KGV einer Aktie durch die erwartete Gewinnwachstumsrate (in Prozent) teilt. Es gibt einem hohen KGV Kontext — und zeigt, ob die Prämiumsbewertung durch das Wachstumstempo des Unternehmens gerechtfertigt ist.
Wie wird PEG interpretiert?
Als Richtwert: PEG unter 1 = potenziell unterbewertete Aktie, PEG = 1 = faire Bewertung, PEG über 1 = möglicherweise überteuert. Dies gilt nur innerhalb vergleichbarer Unternehmen und Branchen — es ist keine absolute Regel.
Warum PEG nicht allein nutzen?
Weil es von einer Schätzung künftiger Gewinne abhängt, die immer unsicher ist. Analysten können zu optimistisch oder pessimistisch sein. PEG ist ein Werkzeug im Werkzeugkasten, kein selbstgenügsamer Filter für günstige Aktien.