Investiční slovník
Sharpe Ratio: Wie man misst, ob sich das Risiko lohnt
Das Wichtigste
- Die Sharpe Ratio misst die Portfoliorendite bereinigt um den risikofreien Zinssatz, geteilt durch die Volatilität.
- Je höher die Sharpe Ratio, desto besser die Belohnung für das eingegangene Risiko.
- Werte über 1 gelten als gut, über 2 als ausgezeichnet.
- Die Sharpe Ratio ist nützlich zum Vergleich zweier Fonds oder Strategien mit dem gleichen Risikotyp.
- Allein sagt sie nichts über die absolute Rendite oder den maximalen Drawdown aus.
Die Sharpe Ratio misst, wie viel Rendite ein Portfolio pro eingegangener Risikoeinheit erwirtschaftet hat — je höher die Zahl, desto effizienter geht das Portfolio mit Risiko um.
Die Formel in dreißig Sekunden
Sharpe Ratio = (Portfoliorendite − risikofreier Zinssatz) / Standardabweichung der Renditen. Der risikofreie Zinssatz ist typischerweise die Rendite kurzfristiger Staatsanleihen oder eines Sparkontos. Die Standardabweichung repräsentiert die Volatilität — wie stark der Portfoliowert schwankt.
Beispiel: Das Portfolio erzielte 10 %, der risikofreie Zinssatz beträgt 3 %, die Volatilität 7 %. Sharpe Ratio = (10 − 3) / 7 = 1,0.
Wie man das Ergebnis liest
- Unter 1: Rendite unverhältnismäßig gering im Verhältnis zum Risiko
- 1–2: solides Verhältnis, akzeptabel für passive Anleger
- Über 2: ausgezeichnet — selten bei diversifizierten Fonds
- Negativ: Portfolio hat weniger verdient als das risikofreie Instrument
Wo die Sharpe Ratio an ihre Grenzen stößt
Der Indikator setzt voraus, dass Risiko gleich Volatilität ist, und bestraft auch positive Schwankungen (wenn ein Fonds stark wächst). Er sagt nichts über den maximalen Drawdown oder das Verhalten des Portfolios in einer Krise. Verwenden Sie ihn daher zusammen mit anderen Kennzahlen wie dem Maximum Drawdown oder der Sortino Ratio (die nur negative Schwankungen bestraft).
Bei der ETF-Auswahl oder beim Strategievergleich empfehle ich, die Sharpe Ratio mit einem Blick auf was Risiko ist und wie man es misst und die gesamte Portfoliostruktur zu kombinieren.
Häufige Fragen
Was misst die Sharpe Ratio genau?
Sie misst die Portfoliorendite über dem risikofreien Zinssatz, geteilt durch die Volatilität. Sie beantwortet: Für jeden Prozentpunkt Risiko — wie viel Mehrrendite haben Sie erzielt? Je höher die Zahl, desto effizienter nutzt das Portfolio das Risiko.
Welcher Sharpe Ratio-Wert gilt als gut?
Im Allgemeinen gilt ein Wert über 1 als akzeptabel, über 2 als ausgezeichnet. Passive Index-ETFs bewegen sich auf längeren Zeiträumen typischerweise um 0,5–1,0, abhängig vom gewählten Messzeitraum.
Lohnt es sich, die Sharpe Ratio bei ETFs zu beobachten?
Ja, aber als Vergleichsinstrument. Es hilft, zwei Fonds innerhalb derselben Anlageklasse zu vergleichen. Vergleichen Sie die Sharpe Ratio eines Aktien-ETFs nicht mit einem Anleihen-ETF — die Risikoarten sind völlig unterschiedlich.
Was sind die Grenzen der Sharpe Ratio?
Sie bestraft positive Volatilität, setzt eine Normalverteilung der Renditen voraus und ignoriert maximale Drawdowns. Kombinieren Sie sie daher mit anderen Indikatoren wie der Sortino Ratio oder dem Maximum Drawdown.