Investiční slovník
Korrelation: Warum man nicht alles in einen Korb legen sollte
Das Wichtigste
- Korrelation gibt an, wie stark sich zwei Vermögenswerte in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung bewegen.
- Ein Koeffizient von +1 bedeutet vollkommene Übereinstimmung, −1 vollkommener Gegensatz, 0 kein Zusammenhang.
- Eine niedrige oder negative Korrelation zwischen Portfoliokomponenten reduziert das Gesamtrisiko.
- Diversifikation funktioniert genau deshalb, weil nicht alles gleichzeitig fällt und steigt.
- In einer Krise tendiert die Korrelation zwischen Aktien zu steigen — diversifizieren Sie daher rechtzeitig.
Korrelation ist ein Maß dafür, wie eng die Preise zweier Vermögenswerte sich gemeinsam bewegen. Bewegen sie sich immer in dieselbe Richtung, ist die Korrelation positiv; bewegen sie sich in entgegengesetzter Richtung, negativ; besteht kein Zusammenhang, nähert sie sich null.
Der Korrelationskoeffizient in Zahlen
Statistiker drücken die Korrelation als Zahl von −1 bis +1 aus. Ein Wert von +1 besagt, dass zwei Vermögenswerte immer gleichzeitig steigen und fallen. Ein Wert von −1 bedeutet eine vollkommene inverse Beziehung. In realen Portfolios begegnen Ihnen am häufigsten Werte zwischen 0,3 und 0,8 — also eine teilweise Verknüpfung, keine absolute.
Praxisbeispiele: Aktien derselben Branche (z. B. zwei Automobilhersteller) haben typischerweise eine Korrelation von etwa 0,6–0,8. Aktien und Anleihen liegen häufig nahe 0 oder sogar leicht negativ, weshalb dieses Paar die klassische Grundlage eines ausgewogenen Portfolios bildet.
Warum Korrelation wichtig ist
Stellen Sie sich vor, Sie halten zwei Aktien, jede für sich mit einer jährlichen Volatilität von 20 %. Wenn sie perfekt korrelieren (+1), schwankt das Portfolio weiterhin um 20 %. Sinkt die Korrelation aber auf 0, fällt die Gesamtschwankung des Portfolios auf etwa 14 %. Negative Korrelation reduziert sie noch weiter.
Dies ist die mathematische Grundlage der Diversifikation: Unkorrelierte Vermögenswerte bleiben zwar einzeln riskant, glätten aber zusammen die Fahrt des Portfolios. Weniger Schwankungen bedeuten, dass der Anleger bei Kursrückgängen weniger in Panik verkauft und besser an seinem Plan festhält.
Wann Korrelation täuscht
Die größte Falle: In Zeiten von Marktstress steigt die Korrelation zwischen Aktien. Während des Crashs 2008 fiel fast alles gleichzeitig — auch Vermögenswerte, die sich sonst unabhängig bewegt hatten. Korrelation ist daher nicht unveränderlich; bedenken Sie, dass Diversifikation im schlimmsten Moment weniger hilft, als die ruhige Statistik nahelegen würde.
- Aktien aus verschiedenen Branchen — geringe Korrelation in ruhigen Zeiten, höhere in Krisen.
- Gold — historisch geringe oder negative Korrelation mit Aktien, nützlich als Puffer.
- Immobilien-ETFs (REITs) — moderat hohe Korrelation mit Aktien; weniger Pufferwirkung als Anleihen.
Was das für den gewöhnlichen Anleger bedeutet
Es reicht nicht, „viele verschiedene Aktien" zu halten — wenn alle stark korrelieren, ist Diversifikation nur eine Illusion. Deshalb bieten globale ETF-Fonds, die Hunderte von Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen abdecken, eine bessere Streuung als die Konzentration auf einen einzigen Markt. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, erfahren Sie mehr über Risiko und wie man es misst.
Häufige Fragen
Was ist Korrelation einfach erklärt?
Korrelation gibt an, wie stark sich zwei Vermögenswerte in dieselbe Richtung bewegen. Je näher der Koeffizient bei +1 liegt, desto mehr bewegen sie sich gleichläufig. Je näher bei −1, desto mehr bewegen sie sich gegenläufig. Null bedeutet keinen sichtbaren Zusammenhang.
Warum ist negative Korrelation gut für ein Portfolio?
Wenn ein Vermögenswert fällt, während ein anderer steigt, dämpfen sie gegenseitig die Verluste. Das reduziert die Gesamtschwankung (Volatilität) des Portfolios und hält seinen Wert in turbulenten Zeiten stabiler.
Ist Diversifikation dasselbe wie niedrige Korrelation?
Diversifikation ist die Strategie, Korrelation ist das Werkzeug, mit dem wir sie messen. Echte Diversifikation entsteht, wenn Sie Vermögenswerte mit niedriger Korrelation zu bestehenden hinzufügen — die bloße Anzahl an Positionen reicht nicht.
Wie verhält sich die Korrelation bei einem Börsencrash?
Bei einem starken Markteinbruch steigt die Korrelation zwischen Aktien typischerweise — Vermögenswerte, die sich sonst unabhängig bewegten, fallen plötzlich gemeinsam. Deshalb ist es wichtig, im Portfolio auch Vermögenswerte anderer Klassen wie Anleihen oder Gold zu halten.