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Vierteljährliche Portfolioreview: Was Sie alle drei Monate prüfen sollten

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

Eine vierteljährliche Portfolioreview sucht nicht nach besseren Möglichkeiten — sie prüft, ob das Portfolio noch Ihrem Plan und Ihrer Risikotoleranz entspricht. 30 Minuten viermal im Jahr genügen.

Schritt 1: Allokationsabweichung prüfen

Öffnen Sie Ihre Portfolioübersicht und vergleichen Sie die tatsächlichen Gewichtungen mit den Zielgewichtungen. Beispiel: Ziel 70 % Aktien, 20 % Anleihen, 10 % Gold. Wenn Aktien auf 78 % gestiegen sind, sind Sie außerhalb der Bandbreite. Regel: Rebalancieren Sie erst, wenn die Abweichung 5 Prozentpunkte vom Zielgewicht überschreitet.

Effizientes Rebalancing: anstatt zu verkaufen, leiten Sie neue Einzahlungen in die untergewichtete Komponente um. Sie sparen Transaktionskosten und erschweren den steuerlichen Haltedauertest nicht.

Schritt 2: Eingehende Dividenden und Kupons prüfen

Schritt 3: Keine strategischen Änderungen vornehmen

Eine vierteljährliche Überprüfung ist kein Zeitpunkt, die Strategie aufgrund der letzten Marktentwicklung zu ändern. Wenn der Aktienmarkt im Quartal um 10 % gefallen ist, ist das kein Signal, die Aktienkomponente zu reduzieren — es ist normale Volatilität. Kurzfristige Ergebnisse zu verfolgen und sie als Signal zu missverstehen führt zu Kaufen-hoch / Verkaufen-tief. Was Risiko wirklich bedeutet, erfahren Sie im Artikel über Risiko.

Schritt 4: Beiträge mit dem Ziel vergleichen

Haben Sie im letzten Quartal so viel beigetragen wie geplant? Falls nicht, warum — war es eine außergewöhnliche Ausgabe oder ein strukturelles Problem? Vergleichen Sie den tatsächlichen Portfoliowert mit der Projektion und passen Sie die Beitragshöhe an, wenn nötig.

Ergebnis der Überprüfung

Nach 30 Minuten sollten Sie wissen: Allokation im Band (ja/nein), Dividenden behandelt (ja/nein), Beiträge plangemäß (ja/nein). Wenn alle drei „ja" — schließen Sie die App und machen Sie weiter. Das Portfolio braucht Sie nicht jeden Tag.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Portfolio rebalanciert werden?

Die häufigste Empfehlung ist einmal jährlich oder bei einer Abweichung von mehr als 5–10 Prozentpunkten vom Ziel. Eine vierteljährliche Prüfung deckt die Abweichung auf, aber alle drei Monate zu rebalancieren ist meist zu häufig und erhöht die Kosten unnötig.

Was ist die Umleitung von Einzahlungen beim Rebalancing?

Anstatt das überschüssige Asset zu verkaufen, leiten Sie alle neuen monatlichen Einzahlungen ausschließlich in die untergewichtete Komponente. Das Ergebnis ist dasselbe — die Gewichtungen gleichen sich aus — aber Sie zahlen keine Transaktionsgebühren und lösen den steuerlichen Haltedauertest nicht aus.

Macht es Sinn, die Strategie nach einem schlechten Quartal zu ändern?

Fast nie. Ein schlechtes Quartal ist statistisches Rauschen, kein Signal für eine fehlerhafte Strategie. Strategieänderungen sollten aus Änderungen Ihrer Lebenssituation kommen (kürzerer Horizont, niedrigere Risikotoleranz), nicht aus kurzfristiger Performance.

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