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Korrektur vs. Crash: Der Unterschied, der Ihre Nerven beruhigt
Das Wichtigste
- Eine Korrektur ist ein Rückgang von 10–20 % vom Höchststand; ein Crash oder Bärenmarkt tritt bei einem Rückgang über 20 % ein.
- Korrekturen treten im Durchschnitt einmal pro Jahr auf und sind ein normaler Teil des Marktzyklus.
- In Echtzeit kann man nicht mit Sicherheit feststellen, ob es sich um eine Korrektur oder den Beginn eines Crashs handelt.
- Ein langfristiger Anleger muss nicht zwischen Korrektur und Crash unterscheiden — die Strategie ist dieselbe.
- Eine Bargeldreserve außerhalb des Anlageportfolios ist eine Versicherung, die es ermöglicht, auch einen tiefen Rückgang auszusitzen.
Eine Korrektur ist ein Aktienmarktrückgang von 10–20 % vom Höchststand; ein Crash oder Bärenmarkt tritt auf, wenn der Rückgang die 20-%-Marke übersteigt — aber beide Situationen bringen dieselbe emotionale Belastung.
Wie häufig sind Korrekturen
Korrekturen sind ein gewöhnlicher und gesunder Teil des Marktzyklus. Historisch gesehen treten Korrekturen im Bereich von 10–20 % beim S&P 500 durchschnittlich einmal pro 1–2 Jahre auf. Sie sind natürliche „Ausatmer" — Märkte überhitzen sich, eine Bewertungskorrektur bringt die Preise wieder in Einklang mit den Fundamentaldaten und der Zyklus geht weiter.
Deshalb teilen erfahrene Anleger Korrekturen nicht als Katastrophe, sondern als Gelegenheit zum Nachkauf — in Übereinstimmung mit dem Prinzip des Durchschnittskosteneffekts.
Crash — eine andere Liga
Ein Crash (oder Bärenmarkt) ist eine tiefere und längere Angelegenheit. Beispiele aus dem S&P 500:
- Dotcom (2000–2002): Rückgang von ungefähr 49 %.
- Finanzkrise (2007–2009): Rückgang von ungefähr 57 %.
- COVID-Crash (2020): Schneller Rückgang von ungefähr 34 %, aber nur 5 Wochen am Tiefpunkt.
Warum man in Echtzeit nicht unterscheiden kann
Im Moment, in dem der Markt fällt, weiß niemand, ob es sich um eine Korrektur oder den Beginn eines Crashs handelt. Sogar die größten Crashs begannen als scheinbare Korrekturen. Daher ist die einzige sichere Strategie jene, die in beiden Szenarien funktioniert.
Strategie für beide Fälle
Halten Sie eine Bargeldreserve außerhalb Ihres Aktienportfolios — nicht für Timing, sondern als psychologischen Puffer und Liquiditätsquelle. Investieren Sie regelmäßig unabhängig von aktuellen Marktbewegungen. Wie historische Renditen nach solchen Rückgängen aussahen, erklärt der Artikel über historische Aktienmarktrenditen. Was Risiko ist und wie man es misst, behandelt der Artikel über Risiko.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Korrektur und einem Crash?
Eine Korrektur ist ein Rückgang von 10–20 % vom Höchststand; ein Crash oder Bärenmarkt tritt bei einem Rückgang über 20 % ein. Korrekturen sind häufig und kurz; Crashs tiefer und länger.
Wie erkennt man, dass es eine Korrektur und kein Crash ist?
In Echtzeit kann man das nicht mit Sicherheit feststellen. Sogar die größten historischen Crashs begannen als scheinbare Korrekturen. Deshalb sind eine Strategie, die in beiden Fällen funktioniert, und ein ausreichender Zeithorizont entscheidend.
Wie bereitet man sich auf einen Marktabschwung vor?
Halten Sie eine Bargeldreserve außerhalb der Investitionen für psychologische Ruhe und Lebenshaltungskosten. Investieren Sie regelmäßig über DCA. Richten Sie Ihr Portfolio so ein, dass ein tiefer Rückgang Ihre Lebenspläne nicht gefährdet.