Riziko, krize a měny
Wie man das Portfoliorisiko misst: Standardabweichung, maximaler Drawdown und Sharpe Ratio
Das Wichtigste
- Die Standardabweichung misst die durchschnittliche Schwankung der Renditen um den Mittelwert — je höher, desto volatiler der Fonds.
- Max Drawdown zeigt den größten historischen Rückgang vom Hoch zum Tief — die psychologisch schmerzhafteste Zahl für Anleger.
- Die Sharpe Ratio vergleicht Rendite mit eingegangenen Risiken — ein Fonds mit höherer Sharpe Ratio verdient effizienter je Risikoeinheit.
- Keine einzelne Metrik reicht aus: Eine hohe Sharpe Ratio kann Tail-Risiken (Fat Tails) verschleiern.
- Diese Metriken sind historisch — zukünftiges Risiko kann anders sein, besonders in beispiellosen Krisen.
Portfoliorisiko lässt sich in konkrete Zahlen übersetzen — die drei am häufigsten verwendeten Metriken sind die Standardabweichung der Renditen, der maximale Drawdown und die Sharpe Ratio. Jede sagt etwas anderes und alle haben blinde Flecken.
Standardabweichung: das grundlegende Volatilitätsmaß
Die Standardabweichung der Renditen sagt Ihnen, um wie viel die typische jährliche Rendite vom langfristigen Durchschnitt abweicht. Wenn ein Fonds eine durchschnittliche Rendite von 8 % und eine Standardabweichung von 15 % hat, bewegt sich die Rendite in einem „normalen" Jahr ungefähr zwischen -7 % und +23 %. Eine höhere Standardabweichung bedeutet eine größere Streuung der Ergebnisse — eine größere Chance auf einen erheblichen Gewinn und einen erheblichen Verlust. Siehe auch Volatilität vs. Risiko.
Maximaler Drawdown: der härteste Nerventest
Max Drawdown (MDD) ist der größte historische Rückgang eines Portfolios vom Hoch zum Tief. Wenn ein Portfolio einen Wert von 100 erreichte, dann auf 60 fiel und sich dann erholte, beträgt der MDD 40 %. Es ist eine praktische Metrik: Sie sagt Ihnen, was Sie im schlimmsten Moment aushalten mussten, bevor sich das Portfolio erholte. Je länger die Erholung dauerte, desto psychologisch anspruchsvoller. Ermitteln Sie den MDD Ihres Fonds und fragen Sie sich: „Hätte ich das ohne Verkauf ausgehalten?"
- Der globale Aktienindex verlor 2008–2009 vom Hoch zum Tief über 50 %
- Die Erholung auf das Vorkrisenniveau dauerte ungefähr 4–5 Jahre
- Der Anleger, der durchhielt, wurde belohnt; der Anleger, der in Panik verkaufte, realisierte einen Verlust
Sharpe Ratio: die Effizienz der Rendite
Die Sharpe Ratio vergleicht die erzielte Rendite mit dem eingegangenen Risikomaß (Standardabweichung). Ein Fonds mit einer Rendite von 10 % und einer Standardabweichung von 20 % hat eine niedrigere Sharpe Ratio als ein Fonds mit einer Rendite von 8 % und einer Standardabweichung von 8 %. Sie sagt: „Für jede Risikoeinheit, wie viel Rendite habe ich erhalten?" Eine höhere Sharpe Ratio ist besser — aber Achtung: Die Metrik ignoriert Tail-Risiken (Extreme, die selten, aber vernichtend auftreten).
Die Grenzen historischer Metriken
Alle Metriken sind rückblickend — sie messen die Vergangenheit. Eine beispiellose Krise (globale Pandemie, geopolitischer Schock) taucht im historischen MDD im Voraus nicht auf. Deshalb kombinieren Anleger quantitative Metriken mit qualitativer Beurteilung: Was müsste eintreten, damit diese Investition dauerhaft an Wert verliert? Wie man tiefer über das Portfoliorisiko nachdenkt, erörtern wir in was ist Risiko und wie misst man es überhaupt. Für praktische Schritte bei der Überprüfung siehe halbjährliche Portfolioüberprüfung.
Häufige Fragen
Was ist Max Drawdown?
Max Drawdown ist der größte historische Rückgang eines Portfolios oder Fonds vom Hoch zum Tief. Er sagt Ihnen, was Sie im schlimmsten Moment aushalten mussten. Je höher die Zahl, desto stärkere Nerven brauchen Sie — oder desto konservativere Allokation.
Was ist die Sharpe Ratio?
Die Sharpe Ratio vergleicht die Rendite eines Fonds mit dem eingegangenen Risikomaß (Volatilität). Je höher, desto effizienter verdiente der Fonds je Risikoeinheit. Gut zum Vergleich von Fonds mit ähnlicher Strategie — nicht geeignet für den Vergleich über völlig unterschiedliche Anlageklassen hinweg.
Reicht eine Metrik zur Risikobewertung aus?
Nein. Die Standardabweichung beschreibt typische Schwankungen, MDD erfasst das Worst-Case-Szenario, die Sharpe Ratio bewertet die Effizienz. Zusammen geben sie ein besseres Bild — aber keine historische Metrik erfasst eine zukünftige Krise ohne Präzedenzfall.