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Investitionsfehler des Monats: Investieren mit Hebel und auf Kredit

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Das Wichtigste

Investieren mit Hebel oder geliehenem Geld ist ein Fehler, der Portfolios selbst in Situationen zerstört, in denen der Anleger in Bezug auf den Markt völlig Recht hat. Hebel verstärkt nicht nur Renditen — er verstärkt auch Verluste, schneller und zerstörerischer, als sich die meisten Menschen vorstellen können.

Wie Hebel funktioniert und warum er asymmetrisch ist

2-facher Hebel bedeutet, dass Sie mit 100.000 CZK eine Position im Wert von 200.000 CZK kontrollieren. Wenn der Markt um 20 % steigt, verdienen Sie 40 % auf Ihr eigenes Kapital. Wenn der Markt um 20 % fällt, verlieren Sie 40 % — und Sie schulden dem Broker immer noch Geld. Aber die Asymmetrie geht tiefer: Bei 3-fachem Hebel reicht ein Markteinbruch von 33 % aus, um das Portfolio auf null zu bringen. Der Markt fiel um ein Drittel? Sie haben alles verloren. Und Krisen liefern solche Rückgänge.

Margin Call: Verkaufen zum schlechtesten Zeitpunkt

Bei Margin-Hebel überwacht der Broker den Wert der Sicherheiten. Sobald das Portfolio unter eine festgelegte Schwelle fällt, erhalten Sie einen Margin Call — eine Aufforderung zur Nachschusspflicht oder die Erlaubnis für den Broker, Positionen zu liquidieren. Diese Liquidation erfolgt genau zum Zeitpunkt des Markteinbruchs. Sie realisieren den maximalen Verlust und verpassen die Erholung. Dennoch haben sich Märkte historisch immer erholt — Anleger ohne Hebel überlebten und profitierten; Anleger mit Margin Call nicht.

Ein Kredit für Investitionen: Fixkosten unabhängig vom Markt

Goldene Regel: Investieren Sie niemals Geld, das Sie sich nicht leisten können zu verlieren, oder das einem Gläubiger gehört. Ein gehebeltes Portfolio hält nicht einmal eine durchschnittliche Korrektur aus.

Für wen ist Hebel ein absolutes Tabu

Für die große Mehrheit der Privatanleger sind Hebel und schuldenfinanziertes Investieren ungeeignet. Die Ausnahme bilden erfahrene Profis mit ausgefeiltem Risikomanagement, klar begrenzten maximalen Verlusten und einer fundierten Strategie. Ohne diese Bedingungen ist Hebel Glücksspiel. Über den richtigen Umgang mit Risiko schreiben wir im Artikel was ist Risiko und wie misst man es. Den richtigen Ansatz für regelmäßiges Investieren ohne Hebel bietet DCA — Kostendurchschnitt.

Häufige Fragen

Warum ist gehebeltes Investieren so gefährlich?

Hebel multipliziert Verluste genauso wie Gewinne — aber Verluste können endgültig sein. Bei 3-fachem Hebel löscht ein Rückgang von 33 % das gesamte Portfolio aus. Ein Margin Call zwingt zusätzlich zum Verkauf zum schlechtesten Moment und macht den Verlust dauerhaft.

Was ist ein Margin Call?

Eine Aufforderung des Brokers zur Nachschusspflicht oder Erlaubnis zum Zwangsverkauf von Positionen. Er tritt auf, wenn der Wert eines gehebelten Portfolios unter eine festgelegte Schwelle fällt. Der Verkauf findet während eines Markteinbruchs statt — der Anleger realisiert dadurch den maximalen Verlust.

Darf ich mir Geld leihen, um zu investieren?

Praktisch nie für einen Privatanleger. Ein Kredit fügt fixe Kosten (Zinsen) unabhängig vom Markt hinzu, erhöht den psychischen Druck und birgt das Risiko eines Zwangsverkaufs für Rückzahlungen. Selbst eine gut begründete Wette auf einen guten Index kann bei ungünstigem Timing und Hebel zu einem Verlust führen.

Wann wird Hebel legitim eingesetzt?

Bei professionellen Anlegern und Fonds mit ausgefeiltem Risikomanagement, Absicherung und klar definierten maximalen Verlusten. Im Retail-Investieren in Aktien und ETFs hat Hebel keinen Platz — sein potenzieller Nutzen rechtfertigt das Risiko nicht.

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