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Gold und Edelmetalle im Portfolio: Schutz oder Illusion der Sicherheit?
Das Wichtigste
- Gold dient nicht zur Renditeerzielung, sondern zum Schutz des Portfolios in Krisen und bei hoher Inflation.
- Physisches Gold, durch physisches Gold gedeckte ETCs und Goldminen-Aktien sind drei verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Risiken.
- Gold-ETFs (Minenaktien) sind volatiler als der Goldpreis selbst.
- Die empfohlene Portfolioallokation in Gold beträgt typischerweise 5–10 % — nicht mehr.
- Gold zahlt weder Dividenden noch Zinsen; Erträge kommen ausschließlich aus Preisbewegungen.
Gold ist ein Wertaufbewahrungsmittel, kein Renditeerzeuger. Es zahlt weder Dividende noch Zinsen. Seine Rolle im Portfolio ist eine andere: Es dient als Anker in Krisenzeiten, bei hoher Inflation oder bei Währungserschütterungen.
Drei Wege, Gold zu kaufen
Jeder Weg funktioniert anders:
- Physisches Gold (Barren, Münzen) — die direkteste Form, erfordert aber sichere Aufbewahrung. In der Tschechischen Republik ist physisches Gold von der MwSt. befreit.
- Durch physisches Gold gedeckte ETCs — ein Wertpapier, das durch in einem Tresor gelagertes Gold gedeckt ist. Wird wie ein ETF gehandelt, ist aber technisch ein Schuldtitel (ETC). Prüfen Sie die Gegenpartei und die Rücknahmebedingungen.
- Goldminen-Aktien (oder ETFs auf Minenbetreiber) — bilden den Goldpreis mit Hebelwirkung ab. Das Unternehmen trägt zusätzliche operationelle Risiken, wie im Artikel über Bergbau und Rohstoffe beschrieben.
Wie sich Gold in verschiedenen Marktphasen verhält
Gold hat historisch seinen Wert bewahrt bei:
- hoher Inflation oder Währungsabwertung,
- geopolitischen Krisen und bewaffneten Konflikten,
- Vertrauensverlusten in das Bankensystem.
In Zeiten starken Wirtschaftswachstums und niedriger Inflationserwartungen bleibt Gold hinter Aktien zurück. Es ist daher kein Ersatz für Aktienfonds, sondern ein Diversifikationsinstrument.
Wie viel Gold ins Portfolio
Der konservative Ansatz empfiehlt 5–10 % des Portfolios in Gold als Versicherung. Mehr Gold bietet zusätzlichen Schutz, senkt aber das langfristige Renditepotenzial, da Gold selbst keine Erträge erwirtschaftet. Gold ist ein Satellit, kein Kern. Wenn Sie verstehen möchten, wie Sie zwischen Kern und Satellit wählen, lesen Sie über den Aufbau Ihres ersten Portfolios.
Häufige Fragen
Ist physisches Gold besser als ein Gold-ETC?
Das hängt von Ihren Präferenzen ab. Physisches Gold eliminiert das Kontrahentenrisiko, erfordert aber sichere Aufbewahrung. Ein ETC ist bequemer und liquider, aber Sie sind vom Emittenten abhängig. Beides kann im Portfolio seinen Platz haben.
Warum sagt man, dass Gold vor Inflation schützt?
Historisch hat Gold die Kaufkraft langfristig erhalten. Kurzfristig ist die Korrelation zwischen Gold und Inflation jedoch nicht zuverlässig — der Goldpreis hängt von vielen anderen Faktoren wie Realzinsen und Anlegervertrauen ab.
Wie werden Gold-ETCs in Tschechien besteuert?
ETCs sind Wertpapiere, daher gelten die Standardregeln für die Besteuerung von Wertpapieren — eine dreijährige Haltedauer für die Befreiung von der Kapitalertragsteuer. Physisches Gold hat ein anderes Steuerregime; konsultieren Sie einen Steuerberater.