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FTSE All-World vs. MSCI ACWI: Welcher globale Index ist besser?
Das Wichtigste
- FTSE All-World und MSCI ACWI sind sich sehr ähnlich — beide decken entwickelte und Schwellenmärkte ab, und die USA dominieren mit einem Gewicht von rund 60–65 %.
- Der Hauptunterschied liegt in der Klassifizierung von Südkorea und Polen: FTSE ordnet sie den entwickelten Märkten zu, MSCI den Schwellenmärkten.
- Für langfristige passive Anleger ist die Wahl zwischen ihnen hinsichtlich der Performance marginal — wichtiger sind die Kosten und die Verfügbarkeit von ETFs bei Ihrem Broker.
- Beide Indizes können über irische UCITS-ETFs gekauft werden — die thesaurierende Variante ist für tschechische Anleger steuerlich vorteilhafter.
FTSE All-World und MSCI ACWI sind de facto Konkurrenten in der Kategorie der globalen Aktienindizes, die sowohl entwickelte als auch Schwellenmärkte abdecken — und für einen passiven Anleger ist die Wahl zwischen ihnen eher eine Frage der ETF-Verfügbarkeit als der Performance.
Was beide Indizes umfassen
Beide streben danach, die weltweite Aktienklasse abzubilden. FTSE All-World deckt rund 4.000 Unternehmen aus mehr als 50 Ländern ab, MSCI ACWI rund 2.800 Unternehmen aus 47 Ländern. Der Unterschied in der Unternehmensanzahl ergibt sich aus unterschiedlichen Ansätzen bei kleinen Unternehmen und Aufnahme-Schwellenwerten.
Die USA machen in beiden Indizes den größten Anteil aus — rund 60–65 % des Gewichts. Japan, Großbritannien, Frankreich und Kanada sind die anderen großen Akteure.
Der Hauptunterschied: Südkorea und Polen
Hier unterscheiden sich die Indizes am deutlichsten. FTSE klassifiziert Südkorea als entwickelten Markt, während MSCI es in der Schwellenmarktkategorie hält. Die praktische Auswirkung: Wenn Sie ein MSCI-World-ETF besitzen und die ganze Welt abdecken möchten, benötigen Sie eine Schwellenmarkt-Komponente, die Südkorea einschließt. Bei FTSE All-World ist Südkorea automatisch enthalten.
Polen: FTSE ordnet es den entwickelten Märkten zu, MSCI den Schwellenmärkten. Das ist für den tschechischen Kontext interessant — der polnische Markt liegt geografisch nahe.
Wie Sie als tschechischer Anleger kaufen
- FTSE All-World: Das bekannteste ETF stammt von Vanguard
- MSCI ACWI: Das bekannteste ETF stammt von iShares
- Beide als irische UCITS-ETFs verfügbar (ISIN „IE")
- Empfohlene Variante für Tschechien: thesaurierender Fonds (reinvestiert Dividenden automatisch)
Mehr zu den Vorteilen thesaurierender Fonds im Artikel thesaurierendes vs. ausschüttendes ETF. Kontext zu weltweiten Indizes ergänzt der Vergleich All-World vs. S&P 500.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen FTSE All-World und MSCI ACWI?
Beide decken den globalen Aktienmarkt einschließlich entwickelter und Schwellenländer ab. Der Hauptunterschied: FTSE klassifiziert Südkorea und Polen als entwickelte Märkte, MSCI hat sie in den Schwellenmärkten. Der Performanceunterschied war historisch minimal.
Welcher ist besser für passive Anleger?
Langfristig sind sie in der Performance sehr ähnlich. Wichtiger sind die ETF-Kosten (TER) und die Verfügbarkeit bei Ihrem Broker. Wählen Sie den günstigeren der verfügbaren Optionen und halten Sie ihn konsequent.
Warum haben beide Indizes so viele US-Aktien?
Weil der US-Aktienmarkt weltweit der größte ist. Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Nvidia haben eine enorme Marktkapitalisierung. Ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index spiegelt einfach wider, wo das Geld ist — und ein großer Teil davon befindet sich in den USA.
Ist die thesaurierende oder ausschüttende Variante besser für tschechische Anleger?
Die thesaurierende Variante reinvestiert Dividenden automatisch ohne Steuerereignis. In Tschechien unterliegen Dividenden einer 15%igen Steuer, daher minimiert ein thesaurierender Fonds die Steuerlast und nutzt die Zinseszinseffekte voll aus.