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Die Aufsätze von Warren Buffett: Die beste Auswahl aus seinen Aktionärsbriefen
Das Wichtigste
- Buffett erklärt, was er in einem Unternehmen sucht: ein verständliches Geschäft, einen starken Burggraben, kompetentes Management und einen vernünftigen Preis.
- Wichtige Lektionen zur Unternehmensführung: Wie man Management bewertet, warum Rückkäufe besser sind als Übernahmen zu überhöhten Preisen.
- Buchhaltung als Werkzeug, nicht als Ziel — Buffett erklärt, wie man Abschlüsse liest und wo versteckte Risiken liegen.
- Die Briefe sind mit Humor und ohne Fachjargon geschrieben — außergewöhnlich leicht lesbar, auch für Laien.
- Das Buch ist auf Englisch verfügbar; eine tschechische Ausgabe der Aufsätze existiert und ist leicht erhältlich.
Wenn Sie verstehen möchten, wie der größte Investor des zwanzigsten Jahrhunderts denkt, müssen Sie nicht Dutzende von Biografien lesen. Lesen Sie einfach, was er selbst geschrieben hat — und Buffetts Aktionärsbriefe sind dafür die beste Quelle.
Was die Aufsätze von Warren Buffett sind
Lawrence Cunningham stellte eine thematische Auswahl aus Buffetts Jahresbriefen an Berkshire-Hathaway-Aktionäre aus Jahrzehnten zusammen. Die Briefe wurden in thematische Kapitel umstrukturiert: Corporate Governance, Finanzen und Investieren, Alternativen zu Aktien, Buchhaltung, Steuern und Managementvergütung. Das Ergebnis ist ein kohärentes Buch über Investitionsphilosophie, keine chronologische Auflistung von Briefen.
Was Sie lernen werden
Buffett schreibt darüber, wie er Unternehmen bewertet — er sucht ein einfaches Geschäft mit Burggraben, kompetentes Management und einen vernünftigen Preis. Aber das Buch geht tiefer: Es erklärt, warum Übernahmen zu überhöhten Preisen für Aktionäre destruktiv sind, wie der Versicherungs-Float als zinsloses Kapital funktioniert und warum der Rückkauf von Aktien zu niedrigen Preisen die beste Kapitalallokation ist.
- Corporate Governance: wie man einen guten CEO erkennt, warum Aktionäre Eigentümer sind, keine Zuschauer.
- Buchhaltung: Owner Earnings als besseres Rentabilitätsmaß als der GAAP-Nettogewinn.
- Diversifikation: Buffett lehnt sie für sich selbst bewusst ab — erklärt aber klar, warum und für wen der passive Ansatz besser ist.
Für wen und Schwächen
Ideal für alle, die Value Investing in der Praxis verstehen möchten — von Anfängern bis zu fortgeschrittenen Anlegern. Die Schwäche ist, dass das Buch Interesse an der Auswahl einzelner Aktien und einen US-Unternehmenskontext voraussetzt. Für den rein passiven Anleger ist ein Teil der Corporate-Governance-Diskussion weniger relevant. Dennoch gehört es zu den besten Investitionsbüchern. Weitere Tipps in der Rubrik Buchrezensionen oder in was ist ein ETF.
Häufige Fragen
Ist das Buch auf Deutsch verfügbar?
Eine deutschsprachige Ausgabe der Aufsätze von Warren Buffett ist verfügbar und in Buchhandlungen und online leicht zu finden. Cunninghams thematische Anordnung ist auch in der Übersetzung gut nachvollziehbar.
Wie unterscheiden sich die Aufsätze von Buffetts Jahresbriefen?
Cunningham hat die Briefe thematisch umgruppiert und zusammengestellt — das Ergebnis ist lesbarer und kohärenter als das chronologische Lesen der Briefe. Die Originalbriefe sind kostenlos auf der Berkshire-Website verfügbar, aber das Buch bietet eine bessere Struktur.
Empfiehlt Buffett in den Aufsätzen passives Investieren?
Ja, Buffett bringt wiederholt zum Ausdruck, dass für Privatanleger ein kostengünstiger Indexfonds die beste Wahl ist. Das ist eine starke Empfehlung von dem Mann, der selbst mit enormem Erfolg Aktien auswählt.
Muss ich Buchhaltung verstehen, um das Buch zu folgen?
Grundkenntnisse in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung helfen, aber Buffett erklärt alles klar auch für Laien. Die Kapitel über Governance und Investitionsphilosophie sind ohne Buchhaltungskenntnisse vollständig zugänglich.