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Was TER bedeutet und wie die Gebühr still und leise an Ihrer Rendite nagt

6 Min. LesezeitCompound

Das Wichtigste

TER (Total Expense Ratio) ist der jährliche Prozentsatz, den ein Fonds automatisch vom Wert seiner Vermögenswerte zur Deckung der Verwaltungskosten abzieht — Sie sehen ihn nie als Posten im Kontoauszug, aber er mindert kontinuierlich Ihre Rendite.

Was die TER beinhaltet — und was nicht

Die TER deckt: Verwaltungsgebühr, Depotbankkosten, Wirtschaftsprüfer, Regulierungsgebühren und Marketing. Sie beinhaltet nicht die Transaktionskosten des Fonds beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren im Portfolio, Börsenspread oder Steuerkosten. Die TER ist daher die Untergrenze der tatsächlichen Kosten — aber bei großen passiven ETFs ist die Differenz minimal.

Wie stark bewegt 1 % pro Jahr das Ergebnis?

Betrachten wir ein Beispiel. Sie investieren 1.000.000 CZK für 20 Jahre mit einer Brutto-Jahresrendite von 7 %:

Ein Unterschied von rund 780.000 CZK — allein durch die Gebühr, ohne eine einzige schlechte Anlageentscheidung. Das ist die Kraft des Zinseszinses, der gegen Sie arbeitet.

Wie finde ich die TER eines bestimmten ETFs?

Die TER muss im KIID (Key Investor Information Document) ausgewiesen sein, das jeder UCITS-Fonds veröffentlichen muss. Auf den Websites der Anbieter (iShares, Vanguard, Xtrackers) finden Sie die TER auf der Seite jedes Fonds. Vergleichsplattformen wie JustETF oder ETF.com zeigen die TER in einer übersichtlichen Tabelle.

Achtung vor Verwechslungen: TER und Verwaltungsgebühr sind nicht dasselbe. Die Verwaltungsgebühr ist nur ein Teil der TER. Schauen Sie immer auf die TER (oder OCF — Ongoing Charges Figure, ein Synonym in neuerer Terminologie), nicht nur auf die Verwaltungsgebühr.

TER vs. Tracking Difference: Was sollte man genauer im Blick behalten?

TER ist die angegebene Kostenquote, aber die Tracking Difference zeigt, wie stark der Fonds über ein ganzes Jahr tatsächlich hinter seinem Index zurückblieb. Gut verwaltete Fonds haben eine Tracking Difference, die unter ihrer TER liegt, weil sie Einnahmen aus der Wertpapierleihe erzielen. Das ideale ETF hat eine niedrige TER und eine niedrige Tracking Difference.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung dar.

Häufige Fragen

Was ist TER, einfach erklärt?

Eine jährliche prozentuale Gebühr, die der Fonds automatisch vom Vermögenswert abzieht. Bei einer TER von 0,20 % zahlen Sie pro Jahr 200 CZK für je 100.000 CZK im Portfolio — ohne dass Sie das als Ausgabe im Kontoauszug sehen.

Wie unterscheidet sich die TER eines ETFs von der eines Investmentfonds?

Index-ETFs haben typischerweise eine TER von 0,07–0,25 %. Aktiv verwaltete Investmentfonds in Tschechien verlangen in der Regel 1–2 % pro Jahr. Bei einem Anlagehorizont von 20 Jahren beläuft sich der Unterschied im Endportfolio auf Hunderttausende bis Millionen tschechische Kronen.

Ist eine niedrigere TER immer besser?

Im Allgemeinen ja, aber beobachten Sie auch die Tracking Difference — den tatsächlichen Performanceunterschied zwischen Fonds und Index. Ein Fonds mit TER 0,20 % und TD 0,30 % ist schlechter als einer mit TER 0,25 % und TD 0,10 %. Betrachten Sie beide Kennzahlen zusammen.

Wo finde ich die TER eines Fonds?

Im KIID (obligatorische Anlage jedes UCITS-Fonds), auf der Website des Anbieters oder auf Vergleichsplattformen wie JustETF. Suchen Sie nach TER oder OCF (Ongoing Charges Figure) — beides bedeutet dasselbe.

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