Začínáme s investováním
Was ist Inflation und warum ist sie ein Grund zu investieren?
Das Wichtigste
- Inflation bedeutet, dass die Preise in der Wirtschaft steigen und Sie für dasselbe Geld weniger als früher kaufen können.
- Geld auf dem Girokonto verliert an realem Wert, weil die Verzinsung meist unter der Inflation liegt.
- Aktien und ETFs sind historisch schneller als die Inflation gewachsen — sie schützen und steigern Ihre Kaufkraft.
- Selbst 2 % Inflation über 30 Jahre reduziert den Geldwert auf etwa 55 % — ein enormer Unterschied.
Inflation ist der Anstieg der Preise in der Wirtschaft — jedes Jahr können Sie für dieselbe Geldsumme etwas weniger kaufen als im Jahr zuvor.
Wie funktioniert Inflation?
Stellen Sie sich vor, ein Brötchen kostete letztes Jahr 3 CZK. Dieses Jahr kostet es 3,06 CZK. Die Inflation beträgt 2 %. Das klingt nach wenig, aber nach 30 Jahren kostet dieses Brötchen über 5 CZK. Das Geld, das Sie letztes Jahr hatten, hat heute weniger Kaufkraft — Sie können damit weniger kaufen.
Die Tschechische Nationalbank strebt eine Inflation von etwa 2 % pro Jahr an. In der Praxis schwankt die Inflation — in den Jahren 2022–2023 überstieg sie in Tschechien sogar 15 %. Das bedeutete, dass der reale Wert der Ersparnisse stark sank.
Was passiert mit Geld auf dem Konto?
Geld liegt auf dem Girokonto und wird mit null oder minimalem Zins verzinst. Eine jährliche Inflation von 3 % entwertet 100.000 CZK wie folgt:
- Nach 10 Jahren: realer Wert sinkt auf ca. 74.000 CZK.
- Nach 20 Jahren: realer Wert sinkt auf ca. 54.000 CZK.
- Nach 30 Jahren: realer Wert sinkt auf ca. 40.000 CZK.
Kein Verlust auf dem Papier — Sie sehen immer noch 100.000 CZK. Aber Sie können damit heute weniger kaufen.
Wie schützt Investieren vor Inflation?
Aktien sind Anteile an Unternehmen. Unternehmen erhöhen ihre Preise zusammen mit der Inflation — ihre Umsätze und Gewinne wachsen. Der Wert von Aktien übersteigt daher langfristig die Inflation. Ein globaler Aktien-ETF hat historisch 7–10 % pro Jahr zurückgegeben — selbst nach Abzug der Inflation bleibt eine reale Rendite.
Was bedeuten die Zahlen in der Praxis?
Sie investieren monatlich 2.000 CZK in einen ETF mit einer durchschnittlichen Rendite von 7 % pro Jahr. Nach 20 Jahren haben Sie insgesamt 480.000 CZK eingezahlt. Portfoliowert? Über 1.000.000 CZK. Die Inflation „frisst" einen Teil davon, aber Sie werden immer noch weit wohlhabender sein, als wenn Sie das Geld auf dem Konto gelassen hätten. Wie diese magische Mathematik funktioniert, erklärt der Artikel Zinsen und Zinseszins einfach erklärt.
Häufige Fragen
Warum kann die tschechische Nationalbank die Inflation nicht einfach auf null setzen?
Null Inflation würde bedeuten, dass Menschen Käufe aufschieben (warum heute kaufen, wenn es morgen billiger sein wird?), die Wirtschaft stagniert und Unternehmen Mitarbeiter entlassen. Eine moderate Inflation von etwa 2 % stimuliert die Wirtschaft — es ist ein bewusstes Ziel der Zentralbanken, kein Versagen.
Schützt Gold besser als Aktien?
Gold ist eine traditionelle Absicherung gegen Inflation, aber seine reale Rendite ist langfristig geringer als die von Aktien. Gold verdient kein Geld — es bewahrt nur (hoffentlich) seinen Wert. Aktien tragen die produktive Wirtschaft in sich, die neue Werte schafft. Deshalb ist ein ETF für den langfristigen Anleger die bessere Wahl.
Reicht ein Sparkonto als Schutz vor Inflation?
Das hängt von der Zeit und dem Zinssatz ab. In Zeiten hoher Inflation reicht ein Sparkonto nicht — die Zinsen hinken der Inflation hinterher. Als kurzfristige Reserve (3–6 Monatsausgaben) macht ein Sparkonto Sinn. Als langfristige Anlage für 10+ Jahre sind Aktien-ETFs historisch die bessere Wahl.