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Securities Lending bei ETFs: Rendite und verstecktes Risiko

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Das Wichtigste

Securities Lending (Wertpapierleihe) ist die Praxis, bei der ein ETF einen Teil seines Portfolios an Leerverkäufer oder andere Institutionen gegen Gebühr und Sicherheiten verleiht — und ein Teil dieser Einnahmen wird an Investoren in Form niedrigerer effektiver Fondskosten zurückgegeben.

Wie Securities Lending Schritt für Schritt funktioniert

Der Fonds (Verleiher) stimmt der vorübergehenden Übertragung eines Wertpapiers an einen Entleiher (typischerweise eine Bank, ein Hedgefonds oder eine Institution) zu. Der Entleiher stellt Sicherheiten (Collateral) — ein Sicherheitenportfolio, das in der Regel 102–105 % des Werts der verliehenen Vermögenswerte entspricht. Während der Laufzeit des Leihvertrags zahlt der Entleiher dem Fonds eine Gebühr. Der Fonds gibt die Wertpapiere zurück, sobald der Entleiher die Position schließt.

Wie viel Lending einbringt und für wen

Die Rendite hängt von der Nachfrage nach bestimmten Wertpapieren für Leerverkäufe ab. Bei großen, wenig leer verkauften Fonds (S&P 500 ETFs) beträgt die Leihrendite typischerweise 0,01–0,05 % pro Jahr. Bei kleineren oder Nischenfonds (Small Caps, Schwellenländer) kann sie 0,3–0,5 % erreichen.

Entscheidend ist, wie die Rendite aufgeteilt wird:

Wo finden Sie es: Im Fondsprospekt oder auf der Website des Managers, suchen Sie nach „Securities Lending" oder „Wertpapierleihe." Den Prozentsatz der an den Fonds zurückgegebenen Einnahmen finden Sie im Jahresbericht (Annual Report) im Abschnitt Securities Lending.

Risiken und wie sie gehandhabt werden

Das Hauptrisiko: Der Entleiher geht pleite und die Sicherheiten fallen unter den Wert der verliehenen Vermögenswerte. Die UCITS-Regulierung adressiert dies:

Historisch gesehen wurde bei keinem großen UCITS-Fonds ein Fall verzeichnet, bei dem Securities Lending Anlegerverluste verursacht hat. Das Risiko ist jedoch nicht null — insbesondere bei Fonds mit aggressiveren Programmen. Mehr zum UCITS-Schutz im Artikel Was ist UCITS. Das Thema ETF-Fondsmanagement wird im ETF-Bereich ausführlicher behandelt.

Häufige Fragen

Warum verleiht ein ETF seine Aktien?

Um für Investoren eine Zusatzrendite zu erzielen. Fonds verleihen Aktien an Leerverkäufer oder Institutionen gegen Gebühr und Sicherheiten. Die Einnahmen senken die effektiven Fondskosten — in der Praxis kompensieren sie einen Teil der TER.

Ist Securities Lending sicher?

Die UCITS-Regeln verlangen Sicherheiten von mindestens 102–105 % des Werts der verliehenen Vermögenswerte in hochliquiden Instrumenten. Historisch gesehen hat kein großer UCITS-ETF Anlegerverluste durch Lending verzeichnet. Das Risiko ist reguliert, aber nicht null.

Wie erfahre ich, wie viel der Leiheinnahmen dem Fonds zufließt?

Im Prospekt oder Jahresbericht des Fonds (Annual Report) suchen Sie den Abschnitt „Securities Lending". Transparente Manager wie iShares oder Vanguard veröffentlichen die genaue prozentuale Aufteilung zwischen Fonds und Manager.

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