Přehled trhů
Wie man ruhig bleibt, wenn der Markt gleich zu Jahresbeginn schwankt
Das Wichtigste
- Der Jahresbeginn ist tendenziell volatiler — das ist ein normaler Teil des Marktzyklus, kein Signal zum Handeln.
- Kurzfristige Schwankungen sind Rauschen; die Portfolioperformance spiegelt sich über einen Horizont von Jahren, nicht Wochen wider.
- Psychologische Belastbarkeit ist für langfristige Ergebnisse wichtiger als die Wahl des richtigen ETFs.
- Regelmäßiges Investieren (DCA) und ein klarer Plan geben Ihnen einen Anker, wenn der Markt schwankt.
- Das Prüfen des Portfolios seltener als einmal im Monat reduziert nachweislich die Anzahl schlechter Entscheidungen.
Wenn Ihr Portfolio gleich zu Jahresbeginn auf und ab schwankt, bedeutet das nicht, dass etwas Außergewöhnliches passiert — und es bedeutet sicherlich nicht, dass es Zeit zum Handeln ist. Volatilität ist ein natürlicher Teil der Märkte und der Jahresanfang ist ihr historisch gesehen näher.
Warum der Jahresbeginn volatiler ist
Januar und Februar bringen typischerweise erhöhte Aktivität: Institutionelle Anleger rebalancieren Portfolios nach dem Jahresende, Quartalsergebnisse von Unternehmen werden veröffentlicht und die Märkte passen Erwartungen an. Das Ergebnis sind ausgeprägtere Tagesbewegungen als im ruhigeren dritten Quartal. Das ist kein Problem — es ist schlicht Marktmechanik.
Was Portfolioschwankungen im Gehirn auslösen
Das Gehirn nimmt einen Verlust etwa doppelt so intensiv wahr wie einen gleich großen Gewinn (Prospect Theory, Kahneman). Wenn das Portfolio schwankt, ist die emotionale Reaktion stärker als die tatsächliche Situation es rechtfertigt. Dieser Effekt verstärkt sich bei täglicher Beobachtung — deshalb empfehle ich, die Überprüfungsfrequenz auf höchstens einmal im Monat zu reduzieren.
Anker 1: Haben Sie einen Plan vor der Volatilität
Anleger, die ihre Strategie im Voraus definiert haben — Allokation, Horizont und was sie bei einem Einbruch tun — reagieren auf Volatilität ruhiger. Ein Plan wirkt als emotionaler Anker. Siehe Strategien für volatile Märkte.
Anker 2: Automatisierung
Ein regelmäßiger Dauerauftrag zum ETF-Kauf verhindert Entscheidungslähmung bei Schwankungen. Die Investition geht automatisch durch — und Sie müssen sich nicht jeden Monat neu davon überzeugen, dass es sinnvoll ist. Siehe Dauerauftrag für ETFs.
Was Sie nicht tun sollten
- Warten Sie nicht auf einen „ruhigeren Markt" vor dem ersten Kauf — einen ruhigen Markt gibt es nicht
- Vergleichen Sie die Portfolioperformance nicht mit der anderer in sozialen Medien
- Verwechseln Sie Schwankungen (normal) nicht mit dauerhaftem Verlust (etwas anderes)
- Setzen Sie die Allokation nicht alle paar Wochen je nach Marktstimmung neu
Häufige Fragen
Ist es normal, dass das Portfolio im Januar schwankt?
Ja. Der Jahresanfang ist historisch aufgrund von institutionellem Rebalancing und der Veröffentlichung von Unternehmensergebnissen volatiler. Kurzfristige Schwankungen sind Rauschen — die Performance spiegelt sich über einen Horizont von Jahren, nicht Wochen wider.
Wie bleibt man bei Marktschwankungen ruhig?
Der Schlüssel ist ein Plan, der noch vor den Schwankungen erstellt wurde. Definieren Sie Allokation, Horizont und was Sie bei einem Einbruch tun werden. Der Plan wirkt als emotionaler Anker, der voreilige Entscheidungen verhindert.
Sollte ich das Portfolio täglich prüfen?
Nein. Forschungen zeigen, dass Anleger, die das Portfolio seltener als einmal im Monat prüfen, weniger schlechte Entscheidungen treffen. Tägliches Beobachten aktiviert emotionale Reaktionen auf Rauschen statt auf Signal.
Was tun, wenn die Schwankungen zu einem echten Einbruch geworden sind?
Auch dann gelten die Grundregeln: Reserve, Allokation und Horizont prüfen. Wenn diese in Ordnung sind, ist die beste Aktion Untätigkeit oder Nachkaufen — nicht Verkaufen. Mehr im Artikel zu dem, was bei einem 20–40%igen Einbruch zu tun ist.