Investiční slovník
Drawdown: Was der maximale Rückgang vom Höchststand bedeutet und warum Sie ihn verfolgen sollten
Das Wichtigste
- Drawdown ist der prozentuale Wertverlust eines Portfolios von seinem historischen Höchststand auf ein vorübergehendes Tief.
- Maximum Drawdown (MDD) ist der größte verzeichnete Rückgang — er zeigt, was das Schlimmste war, das Ihnen hätte passieren können.
- Je tiefer der Drawdown, desto höher die benötigte Rendite für die Rückkehr auf null: Ein 50%-Fall erfordert +100% zur Erholung.
- Drawdown hilft Ihnen einzuschätzen, ob Ihr Portfolio Ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit gegenüber Verlusten entspricht.
- Der historische Drawdown des S&P 500 überstieg in der Krise 2008–2009 50 % — das ist ein reales Risiko, keine Theorie.
Drawdown ist der prozentuale Wertverlust einer Anlage oder eines Portfolios von seinem bisherigen Höchststand auf ein vorübergehendes Tief — und es ist eine der praktischsten Risikokennzahlen, die Ihnen als Anleger zur Verfügung stehen.
Wie Drawdown berechnet wird
Die Berechnung ist einfach: (Tiefpunktwert − Höchstpunktwert) / Höchstpunktwert × 100. Wenn ein Portfolio einen Höchststand von 100.000 CZK erreichte und auf 70.000 CZK fiel, beträgt der Drawdown −30 %. Der Begriff Maximum Drawdown (MDD) bezeichnet den größten verzeichneten Rückgang in der gesamten Geschichte der betreffenden Anlage.
Warum Drawdown tückisch ist: die Asymmetrie der Erholung
Drawdown ist wegen der mathematischen Asymmetrie tückisch: Verluste und Gewinne sind nicht symmetrisch. Wenn ein Portfolio um 20 % fällt, brauchen Sie +25 %, um wieder auf null zu kommen. Fällt es um 50 %, brauchen Sie +100 %. Je tiefer der Rückgang, desto schwieriger die Erholung — und desto mehr Jahre an Rendite „verschluckt" der Rückgang.
- 10 % Rückgang → benötigt +11,1 % zum Break-even.
- 25 % Rückgang → benötigt +33,3 % zum Break-even.
- 50 % Rückgang → benötigt +100 % zum Break-even.
- 80 % Rückgang → benötigt +400 % zum Break-even.
Wie man Drawdown beim Portfolioaufbau nutzt
Fragen Sie sich vor dem Investieren: „Wie würde ich reagieren, wenn mein Portfolio um 30 % fällt? Um 50 %?" Wenn Sie sich antworten, dass Sie verkaufen würden, ist Ihr Risiko für Ihr Profil zu hoch. Drawdown hilft Ihnen, die Allokation so einzustellen, dass der maximale Rückgang in einem Bereich bleibt, der für Sie psychologisch und finanziell tragbar ist — nicht nur auf dem Papier.
Drawdown vs. Volatilität
Volatilität (Standardabweichung) misst durchschnittliche Schwankungen. Drawdown misst die tatsächliche Erfahrung: wie weit Sie vom Höchststand unten waren. Für die praktische Planung ist Drawdown oft verständlicher — er zeigt konkret, was das Schlimmste war, das passiert ist, keine abstrakte Schwankungsstatistik.
Häufige Fragen
Was ist Drawdown einfach erklärt?
Drawdown ist der Wertverlust einer Anlage von ihrem Höchststand auf ein vorübergehendes Tief, ausgedrückt in Prozent. Er sagt Ihnen, um wie viel Prozent Sie im schlimmsten Moment „unter Wasser" waren, verglichen mit Ihrem Höchststand.
Was ist Maximum Drawdown?
Maximum Drawdown (MDD) ist der größte historische Rückgang einer Anlage oder eines Fonds vom Höchststand bis zum Tiefpunkt. Es ist die wichtigste Kennzahl zur Beurteilung des schlimmstmöglichen Szenarios, das einen Anleger hätte treffen können.
Warum erfordert ein 50%-Drawdown +100% zur Erholung?
Weil Prozentpunkte nicht symmetrisch sind. Wenn Sie 100 haben und 50 % verlieren, bleiben 50 übrig. Damit 50 wieder auf 100 steigt, muss es um 100 %, nicht um 50 % wachsen. Je tiefer der Rückgang, desto schwieriger die Mathematik der Erholung.
Wie kann ich Drawdown bei der ETF-Auswahl nutzen?
Schauen Sie sich den historischen Maximum Drawdown des Fonds an. Wenn er beispielsweise −40 % überstieg und Sie wissen, dass Sie bei einem solchen Rückgang in Panik geraten würden, ist der Fonds zu volatil für Ihr Profil. Suchen Sie eine Allokation, bei der selbst der maximale Drawdown in einem psychologisch handhabbaren Bereich bleibt.