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Währungskonto und mehrere Währungen beim Broker: So sparen Sie bei der Konvertierung
Das Wichtigste
- Die Konvertierungsgebühr des Brokers beträgt typischerweise 0,1–0,5 % des umgerechneten Betrags — bei jedem Kauf.
- Ein Multi-Währungs-Konto ermöglicht das Halten von EUR oder USD und den Kauf ohne wiederholte Umrechnung.
- Die günstige Konvertierung über Wise oder Revolut und der anschließende Transfer zum Broker ist eine legitime Strategie.
- Währungsgesicherte ETFs lösen ein anderes Problem als die Konvertierungsgebühr — verwechseln Sie beides nicht.
- Bei regelmäßigem DCA mit kleinen Beträgen ist die Konvertierungsgebühr relativ gesehen der größte Kostenfaktor — berechnen Sie sie stets.
Die Konvertierungsgebühr ist ein versteckter Kostenfaktor für jeden Anleger, der ETFs in EUR oder USD von einem CZK-Konto kauft — und sie fällt bei jedem Kauf an.
Wie die Konvertierung beim Broker funktioniert
Der Broker empfängt CZK, rechnet sie automatisch in die Kaufwährung (üblicherweise EUR) um und kauft das ETF. Für diese Konvertierung berechnet er eine Gebühr von 0,1 % bis 0,5 % des Volumens. Bei 10.000 CZK wirkt das vernachlässigbar (10–50 CZK), aber bei monatlichem DCA über 10 Jahre mit 5.000 CZK pro Monat summieren sich die Konvertierungsgebühren auf Tausende von Kronen.
Ein Multi-Währungs-Konto als Lösung
Einige Broker ermöglichen eine separate EUR-Wallet neben CZK. Sie rechnen CZK einmalig in EUR um — entweder über den Broker oder auf eigenem Weg — und kaufen dann ETFs in EUR ohne wiederkehrende Umrechnungsgebühr. Diese Option ist beispielsweise bei Interactive Brokers oder Degiro verfügbar.
So sparen Sie bei der Konvertierung
- Rechnen Sie CZK extern über Wise, Revolut oder eine Bank mit geringem Spread in EUR um und überweisen Sie dann EUR direkt zum Broker.
- Konvertieren Sie größere Beträge seltener — reduzieren Sie die Anzahl der Konvertierungen.
- Prüfen Sie, ob der Broker ein Multi-Währungs-Konto anbietet und wie hoch seine eigene Konvertierungsgebühr ist.
Währungsrisiko bei ETFs: eine andere Sache
Die Konvertierungsgebühr ist ein operativer Kostenfaktor. Das Währungsrisiko des Portfolios (EUR/CZK-Bewegungen) ist eine andere Kategorie — das lösen währungsgesicherte ETFs mit dem Zusatz „hedged". Diese sind teurer (höherer TER) und gewinnen oder verlieren nicht durch Währungsbewegungen. Zur Auswahl des richtigen ETF mehr im ETF-Leitfaden. Ausführliches zu thesaurierenden vs. ausschüttenden ETFs in einem eigenen Artikel.
Häufige Fragen
Was ist eine Konvertierungsgebühr beim Broker?
Eine Gebühr für die Umrechnung einer Währung in eine andere beim Kauf eines in Fremdwährung notierten Wertpapiers. Sie beträgt typischerweise 0,1–0,5 % des Handels und fällt bei jedem Kauf an, wenn Sie die betreffende Währung nicht in einem Multi-Währungs-Konto halten.
Wie funktioniert ein Multi-Währungs-Konto beim Broker?
Es ermöglicht Ihnen, mehrere Währungen getrennt zu halten. Sie konvertieren einmalig — entweder über den Broker oder günstiger extern — und kaufen dann ETFs in EUR ohne wiederkehrende Konvertierungsgebühr. Besonders für regelmäßiges DCA spart man damit am meisten.
Ist ein währungsgesichertes ETF dasselbe wie ein Multi-Währungs-Konto?
Nein. Die Währungssicherung (Hedge) eines ETF schützt vor Wechselkursbewegungen, die den Wert der Basiswerte beeinflussen. Ein Multi-Währungs-Konto löst die operative Konvertierungsgebühr von CZK zu EUR. Das sind völlig verschiedene Dinge.