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Limitorders und wie Sie beim Spread sparen
Das Wichtigste
- Eine Market Order wird sofort ausgeführt, aber zum aktuell angebotenen Marktpreis — auch einem ungünstigen.
- Eine Limitorder definiert den Höchstpreis, den Sie bereit sind zu zahlen (oder den Mindestpreis beim Verkauf).
- Beim Kauf von ETFs außerhalb der Haupthandelszeiten kann der Spread deutlich höher sein.
- Limitorders sind bei ETFs die Standardwahl — sie schützen Sie vor unerwartetem Kursrutschen.
Eine Limitorder ist eine Anweisung an den Broker, ein Wertpapier nur zu einem bestimmten Preis oder besser zu kaufen (oder zu verkaufen) — im Gegensatz zur Market Order, die sofort zum aktuellen Preis kauft.
Market Order vs. Limitorder
Eine Market Order garantiert die Ausführung, aber nicht den Preis. Eine Limitorder garantiert den Preis, aber nicht die Ausführung — wenn der Markt Ihren Preis nie erreicht, bleibt der Auftrag unausgeführt.
- Market Order: Sie kaufen sofort zum Ask-Preis. Ist der Spread in diesem Moment 0,5 %, zahlen Sie 0,5 % über dem Mid-Price.
- Kauf-Limitorder: Sie legen einen Höchstpreis fest. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Ask-Preis auf oder unter Ihr Limit fällt.
- Verkauf-Limitorder: Sie legen einen Mindestpreis fest. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Bid-Preis auf oder über Ihr Limit steigt.
Spread und Handelszeiten
Bei großen ETFs (MSCI World, S&P 500) ist der Spread während der Haupthandelszeiten minimal — typischerweise 0,01–0,05 %. Außerhalb der Handelszeiten — vor der Eröffnung oder nach Börsenschluss — kann der Spread auf 0,5–2 % ansteigen. Eine Market Order außerhalb der Handelszeiten kann daher unnötig einen Prozentpunkt des Wertes kosten.
Wann eine Market Order sinnvoll ist
Eine Market Order macht Sinn, wenn Sie ein hochliquides ETF während der Haupthandelszeiten mit engem Spread kaufen. In diesem Fall sind Schnelligkeit und Ausführungssicherheit die Vorteile, ohne Risiko der Nichtausführung. Bei weniger liquiden Instrumenten oder außerhalb der Handelszeiten bevorzugen Sie stets eine Limitorder.
Verbindung zur Gesamtstrategie
Die Orderwahl ist ein kleiner, aber wiederkehrender Kostenfaktor. In Kombination mit anderen Schichten — TER, Forex-Gebühr, Provisionen — bildet er das Gesamtkostenprofil. Mehr über die Funktionsweise von ETF-Instrumenten und deren Vergleich in unserem Leitfaden.
Häufige Fragen
Was ist eine Limitorder einfach erklärt?
Eine Anweisung an den Broker, zu einem bestimmten Preis oder besser zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Kauf-Limitorder sagt: „Kaufe nur, wenn der Preis auf X oder darunter fällt." Eine Verkauf-Limitorder: „Verkaufe nur, wenn der Preis auf X oder darüber steigt."
Warum nicht immer Market Orders verwenden?
Eine Market Order kauft zum aktuellen Ask-Preis, unabhängig davon, wie groß der Spread in diesem Moment ist. Außerhalb der Handelszeiten oder bei weniger liquiden Instrumenten kann dies bedeuten, deutlich über dem fairen Wert zu zahlen.
Kann eine Limitorder unausgeführt bleiben?
Ja. Wenn der Preis Ihr Limit nie erreicht, verfällt der Auftrag. Setzen Sie für regelmäßige DCA-Käufe daher das Limit knapp über dem aktuellen Preis — Sie minimieren das Risiko der Nichtausführung und schützen sich gleichzeitig vor Spread-Sprüngen.
Gelten Limitorders auch für ETF-Sparpläne?
Sparpläne werden typischerweise als Market Orders zu einem festgelegten Zeitpunkt ausgeführt. Die meisten Broker erlauben keine Limitorders in Sparplänen. Für größere Einmalkäufe wählen Sie jedoch stets eine Limitorder.