Riziko, krize a měny
Liquiditätsrisiko bei kleinen und exotischen ETFs: Was Sie überraschen kann
Das Wichtigste
- Liquiditätsrisiko bedeutet, dass Sie beim Verkauf aufgrund geringen Handelsvolumens keinen fairen Preis erhalten.
- Der wichtigste Indikator ist der Bid-Ask-Spread — die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis.
- Bei kleinen ETFs kann der Spread in Zeiten von Marktstress sprunghaft ansteigen.
- Große, populäre ETFs (MSCI World, S&P 500) haben in der Regel einen minimalen Spread.
- Überprüfen Sie vor dem Kauf eines exotischen ETFs das durchschnittliche Tagesvolumen und die Fondsgröße.
Liquiditätsrisiko bei ETFs ist die Gefahr, dass Sie zum Zeitpunkt des Verkaufs keinen fairen Preis erhalten — weil der Markt für diesen Fonds dünn ist, der Spread hoch und das Handelsvolumen gering.
Was ist der Bid-Ask-Spread und warum ist er wichtig
Jedes ETF wird zu zwei Preisen gehandelt: Bid (bestes Kaufangebot) und Ask (bestes Verkaufsangebot). Die Differenz ist der Spread — und Sie zahlen ihn bei jedem Handel. Bei einem großen S&P-500-ETF beträgt der Spread typischerweise einen Bruchteil eines Prozents. Bei einem kleinen Themenfonds mit Fokus auf afrikanische Aktien oder einen bestimmten Sektor kann der Spread 1–2 % überschreiten und sich in einer Krise dramatisch ausweiten.
Wann ist das Liquiditätsrisiko am größten
- Marktstress und Kursrückgänge — Market Maker weiten den Spread aus, da auch sie Schwierigkeiten haben, die Basiswerte zu bewerten
- Außerbörsliche Handelszeiten — ETFs auf asiatische Märkte, die während europäischer Handelszeiten gehandelt werden, haben tendenziell schlechtere Liquidität
- Kleine Fonds unter 100 Mio. EUR — Gefahr der Fondsschließung und Zwangsliquidation zu einem ungünstigen Zeitpunkt
- Nischenthemen — Robotik, KI, saubere Energie — in einem Bullenmarkt attraktiv, können in einem Bärenmarkt schwer zu verkaufen sein
So schützen Sie sich
Bauen Sie den Kern Ihres Portfolios auf großen, hochliquiden ETFs auf — zum Beispiel einem Weltindex oder dem S&P 500. Exotische Wetten, falls Sie diese eingehen, halten Sie als kleinere Ergänzung. Verwenden Sie beim Kauf und Verkauf Limitaufträge statt Marktaufträge — überlassen Sie sich nicht dem aktuellen Spread. Mehr zur Auswahl des richtigen Fonds finden Sie im Bereich ETF-Navigator.
Häufige Fragen
Was ist Liquiditätsrisiko bei ETFs?
Die Gefahr, dass Sie beim Verkauf aufgrund geringen Handelsvolumens oder hoher Spreads keinen fairen Preis erhalten. Bei kleinen und Nischenfonds kann das Problem erheblich sein, insbesondere in Zeiten von Marktstress.
Woran erkenne ich, dass ein ETF schlechte Liquidität hat?
Überprüfen Sie den Spread (Bid-Ask-Differenz), das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen und die Fondsgröße (AUM). Fonds unter 100 Mio. EUR mit geringem Tagesumsatz sind Kandidaten für schlechtere Liquidität.
Sind große ETFs wie MSCI World hinsichtlich der Liquidität sicher?
Ja, große populäre ETFs haben typischerweise minimale Spreads und Tagesvolumina in Höhe von Hunderten von Millionen Euro. Der Kauf oder Verkauf selbst einer großen Position verursacht kein Preisproblem.
Hilft ein Limitauftrag beim Verkauf eines ETFs?
Ja. Ein Limitauftrag stellt sicher, dass Sie nicht zu einem schlechteren Preis als gewünscht handeln. Marktaufträge bei illiquiden Fonds können zu einer ungünstigen Ausführung führen, insbesondere bei schnellen Marktbewegungen.