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Rohstoffe als Inflationsschutz

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Das Wichtigste

Rohstoffe — Gold, Öl, Agrarprodukte, Industriemetalle — sind Vermögenswerte, deren Preise in einem inflationären Umfeld tendenziell steigen, weil Inflation zu einem großen Teil aus steigenden Preisen genau dieser Rohstoffe besteht. Dennoch ist Rohstoffe als Inflationsschutz ein komplexeres Thema, als es auf den ersten Blick erscheint.

Wann Rohstoffe schützen, wann nicht

Rohstoffe funktionieren als Absicherung vor allem bei angebotsseitiger Inflation — also wenn Knappheit bei Rohstoffen oder Energie die Preise treibt. Bei nachfragegetriebener Inflation (überhitzte Wirtschaft) ist die Beziehung weniger direkt. Und in der Deflation verlieren Rohstoffe in der Regel an Wert.

Gold: Versicherung, kein Ertrag

Gold ist ein Sonderfall — es trägt null laufende Rendite, produziert keine Gewinne oder Dividenden. Sein Wert kommt ausschließlich aus der Überzeugung, dass andere bereit sein werden, mehr dafür zu zahlen. Es funktioniert als Versicherung in Extremszenarien — Vertrauenskrise in Fiat-Währungen, geopolitische Instabilität — aber als alltäglicher Inflationsschutz ist es weniger verlässlich.

Portfolio-Regel: Wenn Sie Rohstoffe einbeziehen, tun Sie es bewusst und mit einer klaren Rolle — nicht weil „alle es so machen".

Wie Rohstoffe ins Portfolio einbeziehen

Der einfachste Weg sind Rohstoff-ETFs — Fonds, die Rohstoffindizes oder den Preis eines bestimmten Rohstoffs über Futures-Kontrakte abbilden. Physisches Gold (Barren, Münzen) ist eine zweite Möglichkeit, fügt aber Lagerungs- und Versicherungskosten hinzu. Indirektes Engagement über Aktien von Bergbauunternehmen fügt zusätzlich unternehmensspezifisches Risiko hinzu.

Wie viel ins Portfolio?

Typische Empfehlungen liegen im Bereich von fünf bis fünfzehn Prozent des Portfolios. Eine größere Allokation erhöht die Volatilität; eine kleinere hat einen marginalen Effekt. Für Einsteiger ist es sinnvoll, zuerst eine Grundlage in Form eines diversifizierten Aktien-ETF-Portfolios aufzubauen und Rohstoffe erst danach als Ergänzung hinzuzufügen.

Häufige Fragen

Schützen Rohstoffe wirklich vor Inflation?

Teilweise und nicht immer konsistent. Sie funktionieren am besten bei angebotsseitiger Inflation — wenn Rohstoffpreise steigen. Bei nachfragegetriebener Inflation oder Deflation ist der Effekt schwächer oder negativ.

Ist Gold ein guter Inflationsschutz?

Gold ist eher eine Versicherung für Extremszenarien — Vertrauenskrise, geopolitische Instabilität. Als alltäglicher Inflationsschutz ist es weniger verlässlich, weil es keine laufende Rendite trägt und sein Preis ausschließlich von der Stimmung abhängt.

Wie kann ich Rohstoffe einfach ins Portfolio einbeziehen?

Der einfachste Weg sind Rohstoff-ETFs, die Rohstoffindizes oder die Preise bestimmter Rohstoffe abbilden. Für Einsteiger empfehle ich, zuerst eine Grundlage in Aktien-ETFs aufzubauen und Rohstoffe als kleinere Ergänzung des Portfolios hinzuzufügen.

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