Důchod, renta a FIRE
Inflationsgeschütztes Einkommen: Wie man es sichert
Das Wichtigste
- Nominale Rendite ohne Berücksichtigung der Inflation ist irreführend — nur die reale Rendite zählt.
- Aktien haben langfristig historisch Inflationsschutz geboten, kurzfristig jedoch nicht.
- Inflationsgebundene Anleihen bieten direkten Schutz, zu einem niedrigeren Ertrag.
- Sachwerte können helfen, die Renditen mit der Inflation Schritt zu halten, sind aber illiquide.
- Ein festes nominales Einkommen erodiert real schrittweise — ohne Indexierung verliert es jedes Jahr Kaufkraft.
Inflation ist der stille Dieb des Renteneinkommens — jedes Prozent pro Jahr frisst einen Teil der Kaufkraft, ohne dass die Person es sofort bemerkt. Für einen Rentner mit einem Horizont von 25–30 Jahren ist das ein zentrales Risiko.
Warum nominales Einkommen nicht ausreicht
Stellen Sie sich ein Einkommen von 50.000 CZK pro Monat vor. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3% pro Jahr wird sein realer Wert nach 20 Jahren etwa 27.000 CZK in heutigen Preisen entsprechen. Mit anderen Worten: Der Lebensstandard wird sich innerhalb von zwei Jahrzehnten fast halbieren, obwohl die Zahl im Kontoauszug gleich bleibt.
Instrumente zum Schutz der Kaufkraft
- Aktien (globale Indizes) — historisch Renditen über der Inflation geboten. Kurzfristig volatil, aber ein starker Schutz der Kaufkraft über einen Horizont von 20+ Jahren.
- Inflationsgebundene Anleihen — zum Beispiel US-TIPS oder ihre europäischen Äquivalente. Die Hauptsumme wächst mit der Inflation, der Ertrag ist jedoch niedriger als bei Standardanleihen. Geeignet als Stabilisierungskomponente.
- Sachwerte — Immobilien, Rohstoffe. Illiquide, administrativ aufwendiger, aber historisch mit der Inflation korreliert.
Eine dynamische Auszahlungsstrategie
Statt eines festen Nominalbetrags sollten Sie die Indexierung der Auszahlungen erwägen — eine jährliche Erhöhung um die Inflationsrate oder um einen festen Prozentsatz. Dadurch wird das Portfolio jedoch schneller aufgebraucht, sodass Sie von einer niedrigeren Basis-Entnahmerate ausgehen müssen. Alternativ passen sich manche Rentner flexibel an: In guten Jahren mehr nehmen, in schlechten weniger.
Reale Rendite ist die einzige Kennzahl, die zählt
Eine Portfoliorendite von 7% bei 4% Inflation ergibt eine reale Rendite von nur 3%. Deshalb ist die Grundlage jeder Projektion die reale, nicht die nominale Rendite. Unser Projektionsrechner berücksichtigt dies. Wie man den Übergang in die Auszahlungsphase plant, wird im Artikel über den Übergang von der Ansparphase behandelt.
Häufige Fragen
Schützen Aktien vor Inflation?
Langfristig ja — Unternehmen können Preise erhöhen und Inflation an Kunden weitergeben, was sich in Gewinnen und Aktienkursen niederschlägt. Kurzfristig reagieren Aktien unvorhersehbar. Für einen Rentner mit einem Horizont von 20+ Jahren sind Aktien der Kernbestandteil des Kaufkraftschutzes.
Was sind TIPS?
Treasury Inflation-Protected Securities — US-Staatsanleihen, deren Hauptsumme an den Verbraucherpreisindex gekoppelt ist. Sie schützen den Nominalwert Ihrer Investition vor Inflation, aber der Ertrag ist niedriger als bei Standardanleihen.
Ist ein festes oder variables Einkommen besser?
Ein festes nominales Einkommen ist psychologisch angenehm, verliert aber im Laufe der Zeit an realem Wert. Ein variables Einkommen (indexiert oder flexibel) schützt die Kaufkraft besser, erfordert jedoch Disziplin und Gelassenheit bei niedrigeren Zahlungen in schlechteren Jahren.